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Infrastruktur
Neue Chancen für den Nahverkehr

Einsteigen bitte: Mit mehr Geld in der Kasse könnten künftig auch neue Linien angeboten werden.
Einsteigen bitte: Mit mehr Geld in der Kasse könnten künftig auch neue Linien angeboten werden. © Foto: Christian Schönberg
Markus Kluge / 20.06.2019, 10:30 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MOZ) Der Busverkehr in Ostprignitz-Ruppin kann in den nächsten Jahren mit Hilfe der Kommunen stabilisiert und vielleicht sogar erweitert werden. Möglich wird das durch eine neue Fremdenverkehrsabgabe in Brandenburg, die künftig jede Kommune erheben darf – egal, ob sie Kurort oder staatlich anerkannter Erholungsort ist oder nicht.

Laut Vize-Landrat Werner Nüse ist es das Ziel, mit diesem Beitrag die touristische Mobilität zu verbessern, wovon letztlich aber auch die Ostprignitz-Ruppiner profitieren. Die kreiseigene Busgesellschaft ORP ist in erster Linie dazu da, den Schülerverkehr in der Region und die Anbindung an die Städte sicherzustellen. Immer wieder wünschen sich Kommunen und Touristiker zusätzliche Verbindungen, deren Finanzierung aber nicht klar ist. Für Rheinsberg wäre das beispielsweise eine regelmäßige Anbindung an den Tierpark Kunsterspring, so Tourismusmanagerin Sigune Schmidt-Ulbrich. Peter Krause, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland, schwebt eine Verbindung von Neuruppin, über Lindow und Gransee bis nach Fürstenberg in Oberhavel und vielleicht sogar bis in die Uckermark vor. ORP-Chef Ulrich Steffen ist dieser Idee nicht abgeneigt, zumal er sich über jeden Fahrgast und jedes neue Angebot freut und er auch den Mehrwert für die Region sieht. Denn mit dem Beitrag sei es auch möglich, weniger rentable Strecken zu erhalten.

"Dafür müssen wir aber mehr Geld ins System bekommen", so Nüse. Wie viel das am Ende sein wird, kann aber noch niemand abschätzen. Denn erst müssen die Kommunen die entsprechenden Satzungen erlassen und festlegen, wie viel Geld sie pro Tag und Gast verlangen wollen. Andere Urlaubsregionen planen laut Krause mit 50 bis 60 Cent. Vor 2021 rechnet er nicht mit sichtbaren Ergebnissen. Ziel des Projektes ist es auch, dass mehr Menschen die Chance haben, das Auto einmal stehen zu lassen. Laut Krause reisen 85 Prozent der Touristen im Seenland mit dem Auto an.

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