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Eröffnung
Matinee als Auftakt für Opernfestival in Rheinsberg

Die Matinee des Ensembles "Gli Orazi e i Curiazi" stellte die Qualität des Festivals junger Opernsänger erneut unter Beweis. Maurice Rommers und Stella Hanbyul Jeung wurden bei ihrem Duett von der indonesischen Pianistin Terra Rimba begleitet.
Die Matinee des Ensembles "Gli Orazi e i Curiazi" stellte die Qualität des Festivals junger Opernsänger erneut unter Beweis. Maurice Rommers und Stella Hanbyul Jeung wurden bei ihrem Duett von der indonesischen Pianistin Terra Rimba begleitet. © Foto: Jürgen Rammelt
Jürgen Rammelt / 08.07.2019, 09:53 Uhr
Rheinsberg Mit einer Matinee hat am Sonntag die Kammeroper Schloss Rheinsberg auf die diesjährige Festspielsaison 2019 eingestimmt. Um das Ensemble der Oper "Gli Orazi e i Curazi" zu erleben, waren mehr als 120 Besucher in das Schlosstheater gekommen. Die Oper des Italieners Domenico Cimarosa hat am 19. Juli auf einer Bühne vor dem Kavalierhaus Premiere.

Bei der Oper handelt es sich um eine tragische Familiengeschichte. Ähnlich wie in Shakespeares "Romeo und Julia" ist sie in der römischen Frühzeit angesiedelt. Zwischen den Städten Rom und Alba Longo tobt ein blutiger Bürgerkrieg, der selbst Familien spaltet, wie Georg Quander, der Künstlerische Direktor der Kammeroper, den Zuhörern verriet. Zwischen die Fronten ihrer Familien gerät mit Horazia und Curiazio ein junges Liebespaar, das einerseits angefeindet, andererseits geliebt und bewundert wird. Quander, der die Oper auch in Szene setzt, nutzte die Gelegenheit, dem Publikum das Werk näherzubringen. Unterstützt wurde er dabei vom musikalischen Leiter der Aufführung, Markellos Chryssicos, der erklärte, welche Musik die Besucher der insgesamt sieben Aufführungen erwartet. Florian Hackspiel, der Moderator des Konzerts, berichtete Details aus dem Lebenslauf der Sängerinnen und Sänger.

Die 1796 komponierte Oper gilt als das bedeutendste Werk Cimarosas, der ein Zeitgenosse von Mozart war, was auch an der Musik zu merken ist. Laut Quander gehörte die Oper mit ihren "heroischen Tönen", die an die französischen Revolutionsmusiken erinnern, zu den Lieblingsopern Napoleons. Eröffnet wurde das Konzert von der Sopranistin Nadia Ternifi, die wie ihre anderen Kolleginnen und Kollegen zu den Preisträgern des Opernfestivals gehört und in der Aufführung die Rolle der Sabina ausfüllen wird. Genauso wie die folgenden Akteure, zu denen Stella Hanbyul Jeung, Maurice Rommers sowie Sara Gouzy und Shixuan Wei gehörten, stellte sie sich mit einer Arie aus der Oper vor.

Nicht nur Melodien aus Cimarosas Oper, sondern auch Arien aus Wolfgang Amadeus Mozarts "Don Giovanni" und "Figaros Hochzeit" sowie Antonio Salieris "Falstaff" und  Benjamin Brittens "Sommernachtstraum" kamen am Sonntag zur Aufführung. Dabei zeigten die Protagonisten aus Russland, Lettland, China, Schweden und Frankreich, die in ihrer noch jungen Karriere bereits zahlreiche Preise erhielten, ihr außergewöhnliches Können. Gesungen von Noah Xuhui Du, Pavel Kasianov, Fjodor Sidjakov, Evgeny Pentsak und Ella Morin erklangen außerdem Arien aus Opern von Peter Tschaikowski, Giuseppe Verdi und Charles Gonoud.

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