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Sammlung
Dierberger Feuerwehrmuseum platzt aus allen Nähten

Jürgen Rammelt / 13.08.2019, 17:44 Uhr
Dierberg Seit mehr als 20 Jahren sammeln die Dierberger Brandbekämpfer alles, was bei einer Feuerwehr früher mal im Einsatz war. Was bisher zusammengekommen ist, wird in einem kleinen Museum säuberlich aufbewahrt. Es ist der ganze Stolz der Kameraden, denn unter den Exponaten befinden sich einige außergewöhnliche Dinge, um die so manches Museum die Dierberger beneidet.

Auf 45 Quadratmetern Fläche sind mehr als 250 Exponate zu bestaunen. Außerdem gibt es 15 Fahrzeuge, die zum Bestand der Ausstellung gehören und die nur zum Tag der offenen Tür gezeigt werden. Ein besonderes Prachtstück ist ein Lkw der Marke Garant 30 K. Aber auch diverse Tragkraftspritzenanhänger (TSA) sowie Anhänger mit CO2-Löschtechnik und eine zwölf Meter lange Schiebeleiter aus dem frühen 20. Jahrhundert gehören neben alten Pumpen, Uniformen, Strahlrohren und Kupplungsstücken zu den Schätzen des Museums.

Die Geschichte des Museums begann 1999.  Damals stellte die Gemeinde Dierberg mehrere Räume zur Verfügung. Das Museum selbst wurde in ehrenamtlicher Arbeit aufgebaut. Vor allem war es Bernd Hagen, ein ehemaliges Mitglied der Wehr, der sich um den Aufbau des Museums Verdienste erworben hat. Dazu gehörte auch die Restaurierung einer 100 Jahre alten Handdruckspritze, die in mühevoller Kleinarbeit wieder hergestellt wurde. Aber auch in die Jahre gekommene Schlauchhaspeln mit Holzspeichenrädern, Löscheimer aus Leder und Segeltuch, Sturmlaternen, Gasschutzgeräte, Feuerwehrhelme, Dienst- und Einsatzbekleidung sowie allerlei Rettungsgeräte  gehören heute zur Ausstellung. Neben unzähligen Fotos werden auch Artikel aus Zeitungen über die Wehr, Urkunden über die Teilnahme an Wettbewerben und über Einsätze aufbewahrt. Und natürlich darf auch die Palette der Feuerlöscher aus dem Sortiment des Neuruppiner Feuerlöschgerätewerkes nicht fehlen.

Einheitsführer Wolfgang Mewes bekommt hin und wieder Anrufe von anderen Wehren, die den Dierbergern alte Technik anbieten. Dann wird überlegt, ob man das eine oder andere gebrauchen kann. Wenn es noch nicht im Bestand ist, wird es spannend. Denn der Platz ist knapp. "Bei uns ist jeder Quadratzentimeter ausgelastet. Und nur, wenn wir zum Tag der offenen Tür einen Teil der Exponate auf dem Hof platzieren, kann die Ausstellung besichtigt werden", so Mewes.

Die Dierberger Wehr selbst hat eine lange Tradition. Es ist nicht genau bekannt, wann es die erste Feuerwehr im Ort gegeben hat. Nachgewiesen ist jedoch, dass die Feuerwehr bereits 1912 dem Kreisverband Ruppin angehörte.

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