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Speedway
Der Meistertraum ist geplatzt

Diskussionsbedarf: Die Wittstocker Bundesliga-Piloten Krzysztof Kasprazak (links) und Michael Härtel im Gespräch.
Diskussionsbedarf: Die Wittstocker Bundesliga-Piloten Krzysztof Kasprazak (links) und Michael Härtel im Gespräch. © Foto: Thomas Klemm
Thomas Klemm / 09.09.2019, 06:30 Uhr
Wittstock Hauchdünn haben die Speedway-Cracks des MSC Wölfe Wittstock den erneuten Einzug in das Finale der Bundesliga-Meisterschaft verpasst. Im nach der umstrittenen Rennabsage vom Verband neu angesetzten Rennen gegen den MSC Brokstedt schnappten sich die Gäste im neunten Lauf die wichtige Führung und gaben diese bis zum Finallauf 14 auch nicht mehr ab.

500 begeisterte Zuschauer

In diesem Lauf, wie auch in den vorangegangenen, gab es für die 500 begeisterten Zuschauer auf dem Heidering jede Menge Action. Der Grund: Der erst 15-jährige Norik Blödorn gewann sensationell den Start und setzte sich über vier Runden gegen die Konkurrenten erfolgreich  durch. Hinter ihm gab es einen sehenswerten Zweikampf zwischen Kai Huckenbeck (Wikinger) und dem Wölfe-Piloten Przemyslaw Pawlicki. Der Pole entschied dieses Duell auf der Ziellinie  für sich und die Wölfe. Aber durch einen erneuten Ausfall von Dominik Möser, gewann die Gastmannschaft diesen Heat mit 4:2 Punkten und ging erstmals in Führung.

Der Punkteverlauf sprach am Ende ganz klar für die Spannung dieses Bundesliga-Rennens. Die Wölfe trauten nach dem verpassten Finaleinzug den Ausfällen nach. Gleich drei Fahrer mussten ersetzt werden. "Vielleicht hat uns das den möglichen Sieg gekostet", befand Michael Härtel von den Wölfen. "Aber es hatte nicht sein sollen." Die Wittstocker gratulierten den Brokstedtern fair zum Einzug in das Finale.

Tollen Motorsport und Spannung bis zum letzten Lauf bot das Wiederholungsrennen am Samstag auf dem Heidering. Pünktlich wurde das Rennen um 19.45 Uhr vor knapp 500 Zuschauern mit dem ersten Lauf des Rahmenprogramms gestartet, danach folgte umgehend der erste Lauf im letzten Vorrundenduell der Mannschaftsmeisterschaft 2019. Beide Teams hatten an diesem Abend die Chance, durch einen Sieg in das Finale einzuziehen. Mit dem Titelverteidiger AC Landshut stand der erste Teilnehmer der beiden Finalrunden bereits fest.

Und so wurde der erste Lauf mit viel Spannung erwartet. Rune Holta, der Routinier der Brokstedter, gewann den Start im ersten Lauf und wehrte bis zum Ziel alle Angriffe des Polen Przemyslaw Pawlicki für die Wölfe erfolgreich ab. Auf die Plätze reihten sich dann Dominik Möser (Wölfe) und Niels-Oliver Wessel (Wikinger) ein. Kurz vorm Zieleinlauf riss bei Möser dann die Kette und Brokstedt konnte den ersten Lauf mit einem 4:2 für sich entscheiden.

In Lauf zwei gab es für die Wölfe durch Krzystof Kasprzak und Steven Mauer ein Unentschieden (3:3), gewonnen hatte diesen Heat  Timo Lathi (Wikinger). Geert Brunisma (Wikinger) ging leer aus.  Im folgenden Lauf zeigte Michael Härtel von den Wölfen sein Kampfgeist und Rennfahrerherz, in dem er den führenden Kai Huckenbeck (Wikinger) dicht am Hinterrad klebte und auf der Außenbahn permanent versuchte, an ihm vorbeizukommen. Huckenbeck bekam einen kurzen Aufsteiger, bei dem sich beide leicht berührten. Dadurch gelang es Härtel vorbeiziehen. Am Ende hieß es  5:1 für Wittstock. Danach folgten drei Läufe jeweils mit einem Unentschieden.

In Lauf 7 zog trieb die Defekt-Hexe bei den Wölfen ihr Unwesen. Lukas Baumann fiel kurz vor dem Ziel aus, Brokstedt gelang durch ein 4:2-Punktesieg ein Unentschieden in der Gesamtwertung. In Lauf neun fuhr dann auch noch der Profi Kasprazak in der Startphase in das Startband und musste mit den Handicap von 15 Metern zurück in das Rennen starten. Letztendlich wurde es erneut ein Unentschieden.

Und dann kam der bereits beschriebene 13. Lauf. Ein ganz bitterer für die Hausherren.

Im Rahmenprogramm gab es am Sonnabend fünf Läufe der Junioren C 125 ccm. Diesen gewannt Maximum Freyja Redlich vor Lokalmatadorin Alina Sassenhagen und Mika Finn Janßen.

Weiter geht es auf dem Heidering mit dem Abschluss-Rennen in diesem Jahr am 12. Oktober. Dann steht der Klassiker "Race oft the Night" an.

Wittstock (40 Pkt.): Przemyslaw Pawlicki (12), Krzysztof Kasprzak (9), Dominik Möser (1), Michael Härtel (10), Steven Mauer (3+2), Lukas Baumann (5+1), Robert Baumann (DNS)

Brokstedt (44 Pkt.): Rune Holta (13), Timo Lathi (13+1), Niels-Oliver Wessel (2), Kai Huckenbeck (7), Geert Bruinsma (1), Norick Blödorn (8+1)

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