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Volleyball
Es knirscht noch

Roland Möller / 11.09.2019, 06:45 Uhr
Wittstock Zum Saisonauftakt musste Aufsteiger SV Lindow-Gransee III in der Volleyball-Landesliga zwei Niederlagen hinnehmen.  Aber auch für Gastgeber Medizin Wittstock lief es am Sonnabend in der Waldringhalle nicht ideal, zwar gewann das Team um Trainer Stefan Knöchel das Derby gegen Lindow-Gransee III. Doch nach einem dominanten ersten Satz gegen die Sportfreunde Brandenburg, verlor das Heimteam allmählich den Spielfaden und unterlag noch 1:3 (25:15, 30:32, 18:25, 11:25). "Gegen Brandenburg haben wir gut angefangen. Doch Brandenburg hat sich gesteigert, während wir unser Niveau nicht halten konnten", resümierte Medizin-Coach Knöchel.

Lindower Manko offensichtlich

Zum Auftakt trafen beide Gästeteams aufeinander. "Dafür, dass wir fast aus dem Kalten ohne viel Training gestartet sind, war es okay. Doch es war mehr drin. Das ist ärgerlich", befand Lindows Coach Torsten Spiller. Sein Sechser hielt mit, zeigte viele gute Aktionen, aber offenbarte auch einige Schwachstellen. Dem Team fehlte schlichtweg die Konstanz. Nach schwachem Start und einem Vier-Punkte-Rückstand fanden die Lindower besser ins Spiel, gestalteten es ausgeglichen. Das Blockspiel besserte sich, auch im Angriff gab es gute Aktionen. Doch die Abstimmung zwischen Zuspieler Chris Hannemann und seinen Angreifern klappte nicht immer.  "Ohne gemeinsames Training fehlen das Spielverständnis und die Automatismen", beklagt Spiller.  Aber es reichte, um Brandenburg etwas zu beeindrucken, so leisteten sich die Sportfreunde unnötige Fehler. Am Ende hatten aber die Brandenburger das bessere Ende für sich, siegten 27:25. Noch ausgeglichener verlief Satz zwei, die Führung wechselte ständig. Doch beim 24:22 für Lindow, schien der Satzausgleich fällig. Brandenburg wehrte vier Satzbälle ab, nutzte seinen ersten zum 29:27-Erfolg. Den Lindowern merkte man den Frust deutlich an, sie gerieten in Rückstand. Doch noch einmal ruckte das Team an, führte sogar 14:12, unterlag aber 20:25. "Ich fand, es war ein gutes Landesliga-Spiel. In den entscheidenden Phasen haben wir zu druck- und mutlos agiert", analysierte Spiller.

Der amtierende Meister Medizin Wittstock  startete gegen Brandenburg furios. Die Krehl-Brüder setzten mit guten Sprungaufgaben die Gäste gehörig unter Druck. Brandenburg agierte nervös, fand gegen die schnellen Angriffe der Gastgeber kein Mittel, verlor klar 15:25. Und es schien so weiter zu gehen. Medizin setzte sich erneut ab, führte schon 16:10. Vielleicht fühlte sich das Heimteam zu sicher, es schlichen sich Fehler ein. Brandenburg steigerte sich, kämpfte sich ins Spiel, veränderte seine Spielweise, blockte besser, griff schneller an. Es wurde spannend – und mit etwas Glück siegte Brandenburg 32:30. Die Mediziner waren angeschlagen. Der Spielfluss war weg. Nun dominierte plötzlich Brandenburg und siegte 25:18 sowie 25:11.

Auch gegen Aufsteiger Lindow III wirkte das Spiel der Gastgeber nicht mehr flüssig. Zwar gab es immer wieder gute schnelle Angriffe, jedoch auch viele unnötige Fehler. Doch das Spiel der Lindower sah ähnlich aus, "es fehlte die Konstanz, wir agierten nervös und drucklos", ärgerte sich Zuspieler Chris Hannemann und wählte bei seiner Analyse beinahe dieselbe Worte wie sein Coach. So gingen Satz eins (20:25) und zwei (17:25) verloren. In Durchgang drei steigerten sich die Lindower noch einmal, so war es lange Zeit ausgeglichen, doch am Ende gelang Medizin ein 26:24-Erfolg. "Es waren zwei Siege möglich", fand Wittstocks Spielercoach Knöchel. "Die Niederlage gegen Brandenburg war schon ärgerlich."

Saisonstart in der Landesliga

Ergebnisse 1. Spieltag in Wittstock:Lindow II - Brandenburg 0:3(25:27, 27:29, 20:25)Wittstock - Brandenburg 1:3(25:15, 20:32, 18:25, 11:25)Wittstock - Lindow III 3:0(25:20, 25:17, 26:24)

Aufstellungen:Wittstock: Denk, Holz, Knöchel, M. Krehl, St. Krehl, Lüders, Röhrs, SpeckLindow III: Brakop, Dehn, Engel, Hannemann, Miethling, Reinisch, Rohn, Tamm, Vogt

Nächster Spieltag:Lindow-Gransee III in Werder gegen den WVV und Rehbrücke⇥red

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