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Rallye
Den Titel knapp verpasst

Silber: Jakub Przygonski und der Rheinsberger Timo Gottschalk (links) nach dem Zieleinlauf bei der Rallye Portugal.
Silber: Jakub Przygonski und der Rheinsberger Timo Gottschalk (links) nach dem Zieleinlauf bei der Rallye Portugal. © Foto: X-Raid
Jürgen Rammelt / 01.11.2019, 19:45 Uhr
Rheinsberg Zwei Wochen nach dem Gesamtsieg von Stéphane und Andrea Peterhansel beim Weltcup für Cross Country Rallyes kann  X-raid über einen weiteren Erfolg jubeln: Orlando Terranova und Bernardo  Graue (beide Argentinien) sicherten sich mit einem Sieg bei der Baja Portalegre im Mini Cooper den Titel im Weltcup für Cross Country Bajas. Der zweite Gesamtplatz in der Wertung geht an den Polen Jakub Przygonski  und Timo Gottschalk aus Rheinsberg, die in Portugal als Gesamtdritte ins Ziel kamen.

Die Rallye-Saison verlief für Timo Gottschalk und seinen polnischen Fahrer  recht erfolgreich. Sie siegten sie zum Auftakt  bei der Dubai International Baja, dem zweiten Lauf des World Cup. Das polnisch-deutsche Duo beendete die beiden Wertungsprüfungen jeweils auf Rang zwei. Przygonski war nach seinem Wechsel vom Motorrad in die Auto-Kategorie bisher nur mit dem allradbetriebenen Mini an den Start gegangen. Erst beim Shakedown für die Dubai Baja war der Pole zum ersten Mal in den zweiradbetriebenen Buggy geklettert, während sein Co-Pilot und Navigator Gottschalk das Fahrzeug bereits von der Dakar 2018 kannte.

Trotz Reifenschadens Rang zwei

Von Anfang an waren Przygonski und Gottschalk schnell unterwegs. Von Rang sieben aus gestartet, kamen sie trotz eines Reifenschadens als Zweite ins Ziel. Bei der folgenden Rallye Kasakhstan schafften es zwei von X-raid gebaute Fahrzeuge aufs Podium. Jakub Przygonski  und Timo Gottschalk  erreichten den dritten Platz. Dabei forderte diese Rally von Mensch und Material sehr viel ab: Keine der Crews überstand die sechs Etappen ohne Probleme. Przygonski/Gottschalk lagen nach der vierten Etappe auf dem zweiten Platz. Doch auf der vorletzten Wertungsprüfung knallten die beiden mit voller Wucht in ein Loch. Das Duo blieb unverletzt und schaffte es noch, die Wertungsprüfung zu beenden. Da auch andere Teams mit Problemen zu kämpfen hatten, rutschte die Crew auf den dritten Rang zurück. Den Mechanikern gelang es, den Mini über Nacht flott zu bekommen, und so konnte Przygonski seinen dritten Rang verteidigen.

Alle Minis fahren aufs Podium

Die Baja Aragon in Spanien verlief ebenfalls erfolgreich: Alle drei gestarteten Mini beendeten die Veranstaltung auf dem Podium. Orlando Terranova und Bernardo Graue (beide Argentinien) sicherten sich souverän den Sieg. Joan ‚Nani‘ Roma und Alex Haro (beide Spanien) erreichten den zweiten Rang, gefolgt von Jakub Przygonski  und Timo Gottschalk. Przygonski und Roma hatten auf den ersten Prüfungen durch Reifenschäden Zeit verloren. Ihr Einsatz wurde belohnt: Roma fuhr zwar die schnellste Zeit, aber das polnisch-deutsche Duo schaffte noch den Sprung aufs Podium. Przygonski und Gottschalk konnten so in der FIA-Gesamtwertung den dritten Rang verteidigen.

Nach Siegen bei der Italien Baja und der Baja Aragon übernahm Terranova  die Führung in der Gesamtwertung. Nach Rang zwei beim Prolog erwischten Przygonski und Gottschalk allerdings einen schwierigen Sonnabend. In beiden Wertungsprüfungen hatte die Crew Schwierigkeiten mit den Bremsen.

27 Minuten Strafe bekommen

Sie konnte nicht voll angreifen und musste sich mit Platz vier zufrieden geben. Beim Service versuchten die Mechaniker, das Problem zu lösen. Jedoch gibt es bei Bajas das Reglement, das am Auto nur eine bestimmte Zeit gearbeitet werden darf. Diese wurde überschritten und Przygonski erhielt eine Zeitstrafe von 27 Minuten. Das warf das Duo auf den fünften Gesamtrang zurück. Am Tag darauf konnte es sich noch einen Platz nach vorn arbeiten.

Przygonski  und Timo Gottschalk sicherten sich bei der Jordanien Baja den Sieg. Przygonski und Gottschalk gewannen zwei von  vier Wertungsprüfungen. Nach dem Erfolg beim Prolog am Donnerstag, waren sie auch auf der zweiten Prüfung am schnellsten unterwegs. Holowczyc sicherte sich fünf der insgesamt sieben Prüfungen, Przygonski konnte zwei gewinnen. In der Endabrechnung hatte Holowczyc die Nase vorne. Przygonski gelang mit seinem zweiten Rang erneut der Sprung auf den dritten Platz in der FIA Gesamtwertung.

Mit ihren Platzierungen schafften Jakub Przygonski und Timo Gottschalk den Anschluss an die Spitze. Lediglich drei Punkte trennten vor ,Portugal’ die Hauptkonkurrenten voneinander: An der Spitze Vladimir Vasilyev mit 112 Zählern, knapp dahinter Terranova (111), gefolgt von Przygonski (109). Die zweitägige Baja beendete der Mini mit Gottschalk im Cockpit auf dem zweiten Rang. Damit sammelte er genug Punkte, um auf den zweiten Gesamtrang zu klettern.

"Es war eine sehr schöne Saison mit sehr abwechslungsreichen Rallyes", erklärte der polnische Fahrer. "Wir hatten Spaß, obwohl die Navigation nicht immer einfach war. Wir haben unser Auto ,Mammut’ getauft, da es schon recht alt ist. Alles in allem haben wir bis zum Schluss gekämpft und nehmen dieses Rennen als gute Vorbereitung für die Dakar mit."

Die Wertungen imFIA-Weltcup

Weltcup für Fahrer1. Terranova Mini⇥1412. Przygonski Mini⇥1253. Vasilyev Toyota⇥1124. Prokop Ford ⇥655. Vorobyev Can-Am⇥62Weltcup für Beifahrer1. Graue Mini⇥1412. Gottschalk Mini⇥1253. Zhiltsov Toyota⇥1124. Shubin Can-Am⇥625. Tomanek Ford ⇥49

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