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Artenvielfalt
Neudefinition von Unkraut gewünscht

Kraut des Anstoßes: Das Rathaus möchte, dass der Bewuchs an der Seestraße entfernt wird.
Kraut des Anstoßes: Das Rathaus möchte, dass der Bewuchs an der Seestraße entfernt wird. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 06.11.2019, 19:30 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Der Rheinsberger Stadtverordnete Hans-Georg Rieger (BVB/Freie Wähler) befindet sich gerade in einem kleinen Konflikt mit dem Rathaus. Rieger möchte das Unkraut vor seiner Kanzlei an der Seestraße aus Gründen der Artenvielfalt und des Insektenschutzes nicht entfernen.

Laut Straßenreinigungssatzung der Stadt sind Grundstückseigentümer jedoch dazu verpflichtet. In einem Schreiben hat ihn die Verwaltung deshalb nochmal daran erinnert. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung regte der Rechtsanwalt an, den Begriff Unkraut in der Satzung neu zu definieren. Der Linken-Abgeordnete Freke Over pflichtete ihm bei. Schließlich sei der Begriff Unkraut ohnehin überholt. In der Biologie spreche man nur noch von Beikräutern. Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow, immerhin ein Fraktionskollege Riegers, machte ihm jedoch wenig Hoffnung.

Auch Bauamtsleiter Daniel Hauke sieht kaum Spielraum. "Wir müssen auf Ordnung und Sauberkeit achten", so Hauke. Gerade in einem touristisch geprägten Ort würden höhere Maßstäbe an ein gepflegtes Erscheinungsbild gesetzt. "Die Frage ist, ob es möglich ist, Blühstreifen anzulegen. Aber am Ende muss das optisch mitgetragen werden", so Hauke. Laut Schwochow ließe sich darüber nachdenken, Unkraut auf Baumscheiben wachsen zu lassen. An Gehwegen sei das Risiko zu groß, dass der Bewuchs Schäden verursacht.

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