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Aktion
Die ganze Stadt als Adventskalender

Hand und Herz: Die Schwestern Sandra Bothe und Susan Hauke (rechts) haben zum vierten Mal den Rheinsberger Adventskalender organisiert. Zahlreiche Unternehmen, Vereine und Institutionen der Stadt beteiligen sich an der Aktion.
Hand und Herz: Die Schwestern Sandra Bothe und Susan Hauke (rechts) haben zum vierten Mal den Rheinsberger Adventskalender organisiert. Zahlreiche Unternehmen, Vereine und Institutionen der Stadt beteiligen sich an der Aktion. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 15.11.2019, 18:30 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Sandra Bothe und Susan Hauke liegt eines am Herzen: Sie wollen, dass die Leute zusammenkommen. "Darum geht es doch eigentlich zu Weihnachten, dass man zusammenfindet und Leute trifft, die man das ganze Jahr nicht gesehen hat", so Bothe. Dieser Gedanke hatte die beiden Schwestern dazu bewogen, sich für Adventskalander einzusetzen. Im vergangene Jahr halfen sie bei der Neugestaltung mit. In diesem Jahr haben sie ihn federführend organisiert. Mittlerweile findet die Aktion zum vierten Mal statt.

Die Idee ist simpel. An jedem Tag in der Adventszeit soll es ein anderes Freizeitangebot in der Stadt geben. Ob Märchenlesung oder Filmvorführung, Eisstockschießen oder Plätzchenbacken, Ausstellung oder Weihnachtsmarkt – das Angebot ist vielfältig. Den Organisatorinnen war dabei auch wichtig, dass die Veranstaltungen für alle Altersgruppen ansprechend sind. Dafür haben Bothe und Hauke zahlreiche Gastronomen, Gewerbetreibende, Vereine und Institutionen der Stadt mit ins Boot geholt. Dabei stehe nicht der Profit im Vordergrund. Die meisten der Angebote sind sogar kostenlos. Nur vereinzelt werden Beiträge erhoben, beispielsweise um Materialkosten zu decken.

Jeder Ort, der sich beteiligt, wird mit der entsprechenden Zahl versehen. So ist schon von außen zu sehen, dass es sich um ein Türchen des Adventskalenders handelt. Den Auftakt macht diesmal bereits am 30. November das Krippenfest in Flecken Zechlin. "Rheinsberg ist ja nicht nur die Kernstadt. Die Ortsteile sollen auch die Chance haben mitzumachen", so Hauke. Mit Zechlinerhütte ist ein weiteres Rheinsberger Dorf mit von der Partie. Wichtig ist den beiden, dass der Adventskalender von Rheinsbergern für Rheinsberger getragen wird. Daher werben auch alle Beteiligten gegenseitig für die verschiedenen Aktionen.

Ein Herzensprojekt

Bei der Vorbereitung des Kalenders kommt es Susan Hauke zu Gute, dass sie Dank ihrer Werbeagentur "Ersteindruck" weit vernetzt ist. Die Organisation bestreiten die beiden Schwestern jedoch ehrenamtlich. "Das ist für uns ein Herzensprojekt, in das wir viele Stunden investieren", so Hauke, die sich als Herz hinter dem Adventskalender bezeichnet, während Sandra Bothe sich als die ausführende Hand sieht. Als Restauratorin hat Bothe ohnehin ein zupackendes Naturell. "Wir sind ein richtig gutes Team", so Bothe.

Auch wenn das Programm für den diesjährigen Kalender steht, bleibt nicht viel Zeit, sich zurückzulehnen. Denn mit der Planung für den Kalender 2020 beginnen beide bereits direkt zum Jahreswechsel. Schon jetzt können sich Interessierte bewerben. Der Kreativität seien dabei keine Grenzen gesetzt. Gerne können sich auch Privatpersonen beteiligen, die beispielsweise einen schönen Garten haben und diesen für Besucher öffnen möchten. "Wir sind für alles offen", so Sandra Bothe, die anfügt: "Wir haben zwar nur 24 Türchen, man kann aber auch mehr machen. Es wäre denkbar, dass an einem Tag mehrere Veranstaltungen stattfinden."

Wenn am 1. Dezember das Türchen aufgeht, wird es noch eine kleine zusätzliche Freude geben: Bothe ist mit der seit zwei Jahren laufenden Restaurierung der Laurentiuskirche fast fertig. "Es gibt einen Eröffnungsgottesdienst. Zwar haben wir noch kleinere Restarbeiten, aber es gibt keine Staubschutzwand mehr."

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