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Fußball
Hellwach bei Nebel

Sie wissen, wo das Tor steht: Tim Kleeßen (in Weiß) im Zweikampf mit Kevin Neumann. Der MSV-Kicker traf schon sechsmal, der Wusterhausener fünfmal.
Sie wissen, wo das Tor steht: Tim Kleeßen (in Weiß) im Zweikampf mit Kevin Neumann. Der MSV-Kicker traf schon sechsmal, der Wusterhausener fünfmal. © Foto: Roland Möller
Roland Möller / 02.12.2019, 20:00 Uhr
Neuruppin Zweiter gegen Dritter. Und das am letzten Spieltag der Hinrunde. Wenn es außergewöhnlich gelaufen wäre, dann wäre der Sieger sogar Herbstmeister der Kreisoberliga geworden. Dazu bedurfte es aber fremder Hilfe aus Karstädt, um Ligaprimus Weisen zu bezwingen.

209 Zuschauer trauten ihren Augen kaum: In den ersten zehn Minuten fielen drei Treffer, in den nächsten 80 Minuten dann aber nur noch zwei zum 4:1-Endstand für den MSV II, der damit als Zweitplatzierter in die Winterpause geht. Wusterhausen liegt auf Lauer. Aus dem Kreis der Titelanwärter verabschiedete sich am Sonntag wohl der Zernitzer SV schon mit neun Punkten Rückstand auf Weisen. Das Spitzentrio liegt allerdings nur vier Zähler auseinander.

Kursteilnehmerin an der Pfeife

Anpfiff von Elisa Schicketanz. Der Laubsdorferin (an der Landesgrenze zu Sachsen) wurde die Spielleitung anvertraut, weil sie übers Wochenende zu einem Schiri-Lehrgang in Lindow weilte. Aus dem Förderkader kamen Schiris beispielsweise bei Punktspielen in Sachsenhausen, Altlüdersdorf, Zehdenick und in beiden MSV-Begegnungen zum Einsatz.

Gerade angepfiffen, nutzte Dimitar Milushev einen Ausrutscher eines Wusterhauseners zur Blitzführung. Der Jubel währte nicht lange, dann gelang Pascal Daube der Ausgleich. Wenig später bestrafte Milushev jedoch den nächsten Abwehrpatzer der Gäste mit dem 2:1. "Der Beginn war bitter, die schnellen Gegentore haben unsere Taktik über den Haufen geworfen", ärgerte sich Kapitän Christoph Lemm. "In der Anfangsphase hatte unsere umformierte Abwehr einige Probleme, doch wir haben uns schnell gefunden", gestand MSV-Kapitän Tim Kleeßen.

Spielerisch dominierten die Gastgeber, das hatte Lemm genau so erwartet. "Uns war klar, spielerisch ist der MSV II stärker. Wir wollten mit Einsatz dagegenhalten und mit Kontern für Gefahr sorgen", berichtete er. Ersteres klappte einigermaßen, doch gefährliche Konter gab es selten. Die MSV-Defensive stand, und Angriff auf Angriff ging in Richtung Gästetor. Doch erneut war das Manko der MSV-Kicker ersichtlich: Sie belohnen sich nicht, lassen gute Chancen ungenutzt.

Zweite Halbzeit. Früh fiel das dritte Gegentor, "bei dem wir mithalfen", ärgerte sich Lemm. Die Partie war entschieden. Die Gäste verstärkten angetrieben von Lemm zwar noch einmal die Offensive, zwei gut angesetzte Schüsse wurden aber von der aufmerksamen MSV-Abwehr abgeblockt. Der MSV hatte nun mehr Freiräume, doch nur noch Michel Klemz nutzte diesen zum 4:1-Endstand. Der Ex-Babelsberger Klemz war aus dem Kader des Brandenburgligisten abgestellt worden. Im Spitzenspiel am Tag zuvor hatte er auf der Bank geschmort.

"Der MSV hat es schon gut gemacht, verdient gewonnen. Wir sehnen die Winterpause herbei, personell reiten wir auf der letzten Kante", so Lemm. Er zeigte sich mit der Hinrunde seines Teams sehr zufrieden ist. "Wir haben mehr Punkte als vor einem Jahr, haben gute Spiele gezeigt und sind vorn dabei."

Ein Ruck nach zwei Niederlagen

Sein Gegenüber Tim Kleeßen war mit der Leistung seines Teams sehr zufrieden. "Wir haben über weite Strecken dominiert, wenig zugelassen, verdient gewonnen", so Kleeßen, der auch der Schiedsrichterin ein Lob aussprach. "Es war insgesamt ja sehr fair, aber sie hat das Spiel souverän geleitet." Kleeßen zur Bilanz nach 13 Partien: "Wir starteten mit drei Siegen, haben da aber nicht gut gespielt, dann prompt zweimal verloren. Danach ging ein Ruck durchs Team und wir haben richtig gute Spiele gezeigt." Und im Pokal ist der MSV II im Halbfinale, freut sich auf die Partie gegen Union Neuruppin. "Also die Hinrunde  ist gut gelaufen, wir haben uns weiterentwickelt. Wir freuen uns schon auf die Rückrunde" – und auf die Rennen in beiden Saisonwettbewerben: Im Kampf um die Kreismeisterschaft hat der Verfolger am 5. April dann Heimvorteil gegen den Herbstmeister.

Hinrundenbilanz der Spitzenmannschaften

2017/20181. Eintracht Alt Ruppin⇥39:8     372. Stahl Wittstock⇥55:27   313. Langen⇥49:22   284. Wusterhausen⇥32:19   235. Zernitzer SV⇥ 30:19   22Abschluss 20181. Eintracht Alt Ruppin⇥70:14   712. Zernitzer SV⇥87:45   573. Stahl Wittstock⇥90:55   514. Langener SV⇥87:48  505. Wusterhausen⇥73:44   452018/20191. Zernitz⇥38:13   312. Wusterhausen⇥44:13   293. Langener SV⇥26:7     274. Eiche Weisen⇥32:15   265. MSV Neuruppin II⇥34:16   24Abschluss 20191. Langener SV⇥66:14   612. MSV Neuruppin II⇥91:33   593. Wusterhausen⇥86:27   584. Zernitzer SV⇥78:34   515. Eiche Weisen⇥64:31   49

2019/20201. Eiche Weisen⇥29:10   342. MSV Neuruppin II⇥52:17   333. Wusterhausen⇥41:19   304. Zernitzer SV⇥37:25   255. Blumenthal/Grabow⇥32:17   23

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