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Seefestival
Monty Python am Ruppiner See

Wiedersehen: Walter Plathe (links) und Martin Seifert stehen auch im Sommer 2020 auf der Bühne des Seefestivals Wustrau. Plathe kann aus terminlichen Gründen nicht im Hauptstück mitspielen, wird sich aber am Programm beteiligen.
Wiedersehen: Walter Plathe (links) und Martin Seifert stehen auch im Sommer 2020 auf der Bühne des Seefestivals Wustrau. Plathe kann aus terminlichen Gründen nicht im Hauptstück mitspielen, wird sich aber am Programm beteiligen. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 03.12.2019, 09:45 Uhr - Aktualisiert 03.12.2019, 10:48
Wustrau (MOZ) Liebhaber britischen Humors kennen das Bild, wie König Artus durch Britannien "trabt", um Ritter für seine Tafelrunde um sich zu scharen, gefolgt von seinem Knappen Patsy, der Kokusnüsse aneinander schlägt, um Hufgeräusche zu simulieren. Ähnlich absurde Szenen werden im kommenden Sommer auf dem Gelände der Richterakademie in Wustrau zu sehen sein. Denn mit  "Spamalot" wird die Bühnenfassung des bekannten Monty-Python-Films "Die Ritter der Kokosnuss"  gezeigt.

"Spamalot" (zu Deutsch sinngemäß "viel Würzfleisch") ist eine Verballhornung des fiktiven Hofs Camelot des Mythenkönigs Artus. Denn sowohl in dem Film als auch in dem Musiktheater machen sich Artus und seine Ritter der Tafelrunde auf den Weg, um den Heiligen Gral zu finden. Dabei erleben die chaotischen Helden um den wagemutigen Sir Lancelot,  den begriffsstutzigen Sir Galahed und dem nicht ganz so tapferen Sir Robin einige absurde Abenteuer. Anders als in der Filmvorlage wird Artus zudem von der divenhaften Fee aus dem See begleitet, die ihm prophezeit, dass er bestimmt dazu sei, den Gral zu finden.

Klassische Stoffe mit Humor

Für Festivaldirektor Marten Sand reiht sich das Stück perfekt in frühere Wustrauer Produktionen wie "Odysseus fährt irr" und "Was ihr wollt" ein. Schließlich haben auch diese Inszenierungen klassische Stoffe humorvoll aufgearbeitet. Zwar sind noch nicht alle Rollen für die neue Produktion besetzt. Zwei prominente Namen stehen jedoch bereits jetzt fest: Antje Rietz wird die Fee spielen. Rietz war zuletzt 2014 beim Seefestival dabei. "Dass sie nun wieder zugesagt hat, freut mich sehr", so Marten Sand. Der zweite Darsteller ist Martin Seifert. Bei "Was ihr wollt" war er in der Rolle des  Ritters Bleichenwang zu sehen. In der kommenden Spielzeit gibt er den Artus. Marten Sand verbindet eine ganz persönliche Beziehung zu dem Mimen: "Wegen Martin Seifert bin ich zum Schauspiel gegangen. Ich habe bei ihm gelernt. Jetzt, als Rentner, spielt er für mich. Das ist eine schöne Umkehrung."

Die restliche Besetzung  wird noch gesucht. Marten Sand und seine Frau Gesine Sand, die für die Choreografie zuständig ist, wollen in diesem Jahr auch an der Universität der Künste nach jungen Talenten suchen. Denn nicht nur für die Hauptproduktion werden Künstler benötigt. Es ist auch ein Rahmenprogramm geplant. Da die Termine noch abgestimmt werden müssen, möchten die Festivalmacher noch keine Details verraten. Fest steht allerdings, dass es ein Wiedersehen mit dem beliebten Schauspieler Walther Plathe geben wird.  Im vergangenen Sommer mimte er in "Was ihr wollt" den Sir Toby Rülps. Im kommenden Jahr wird er aus terminlichen Gründen zwar nicht am Hauptstück mitwirken. Mit "Die Abenteuer des braven Soldaten Schweijk" wird er aber den Saisonabschluss gestalten.

Gastspiel in Berlin

Auch "Was ihr wollt" wird im kommenden Jahr wieder zu sehen sein. Fans des Seefestivals müssen dafür aber eine Fahrt nach Berlin auf sich nehmen. Das Stück wird vor Beginn der Saison vom 8. bis 10. Juni sowie am 29. und 30. Juni im Schlossparktheater aufgeführt. Der Intendant Dieter Hallervorden war bereits 2018 auf das Seefestival aufmerksam geworden. "Im vergangenen Sommer fragte er uns, ob wir ein Gastspiel bei ihm geben wollen", sagt Gesine Sand. So werden Julia Fechter, Christiane Ziehl, Gesine Sand, Otto Mellies, Walther Plathe, Tom Quaas und Martin Seifert nochmals in den Rollen der Shakespeare-Komödie zu sehen sein. In der kommenden Festival-Saison nimmt Gesine Sand sich indes eine Auszeit von der Bühne. Sie wird diesmal keine Roll besetzen und sich stattdessen wieder verstärkt auf die Arbeit hinter den Kulissen konzentrieren. "Es hat sich gezeigt, dass es für Marten allein schwer ist, neben der Regie noch weitere Aufgaben zu erfüllen", sagt sie.

Karten für "Spamelot" sind ab sofort erhältlich. Sie können telefonisch unter 0172 3654181 oder per Mail an theaterfestpiele@gmx.de bestellt werden.

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