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Finanzhilfe
Millionen-Darlehen für die Ruppiner Kliniken

Die Kliniken sind auf Hilfe des Kreises angewiesen.
Die Kliniken sind auf Hilfe des Kreises angewiesen. © Foto: Kirsten Große
Markus Kluge / 06.12.2019, 17:48 Uhr - Aktualisiert 06.12.2019, 19:41
Neuruppin (MOZ) Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin gewährt den Ruppiner Kliniken als hundertprozentige Tochter der kreiseigenen PRO Klinik Holding ein Millionen-Darlehen.

Wie Britta Avantario, Sprecherin der Kreisverwaltung, am Freitagnachmittag mitteilte, fasste der Kreistag diesen Beschluss am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung, weil es eine Angelegenheit des Unternehmens betrifft. Zur Höhe und Laufzeit des Darlehens machte sie keine Angaben. Laut RA-Informationen soll es sich um eine Summe von knapp sieben Millionen Euro handeln, die von 2019 bis 2021 gezahlt wird.

Zur "Fortführung des Unternehmens und zur Sicherung der Liquidität als Gesellschafter" sei das Darlehen gewährt worden. Landrat Ralf Reinhardt (SPD) sei ermächtigt worden, eine entsprechende Vereinbarung zu schließen. Strategisches Ziel sei die Sanierung des Konzerns, insbesondere der Ruppiner Kliniken. 2018 musste das Krankenhaus ein Minus von 4,2 Millionen Euro verzeichnen. Hinzu kamen in diesem Jahr noch weitere Ausgaben in zweistelliger Millionenhöhe für notwendige Investitionen und steigende Lohnkosten.

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Winfried Wolfrum 07.12.2019 - 12:59:39

Millionen-Darlehen für die Ruppiner Kliniken

Ist das Finanzhilfe wenn ein defizitäres Krankenhaus Geld aus dem Öffentlichen Topf bekommt, auch wenn es ein Darlehen ist. Wenn bereits 4,2 Mio Defizit angefallen sind, dann stimmt doch das Konzept nicht. Vielleicht war das mit der Medizinischen Hochschule doch keine gute Idee. Und warum hört man von den Bürgern bei Thema Ruppiner Kliniken immer Wörter wie: Unqualifiziert, weil wenig Weiterbildung, hygienisch bedenklich und unfreundlich. Bevor man weiter Geld in so etwas steckt, sollte man erst mal dem Patienteneindruck intensiv nachgehen und Abhilfe schaffen.

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