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Biodiversität
Grüne verweigern Zustimmung zur Förderung von Blühstreifen

Unterschiedliche Wildblumen blühen auf einem Ackerrandstreifen neben einer Straße.
Unterschiedliche Wildblumen blühen auf einem Ackerrandstreifen neben einer Straße. © Foto: Patrick Pleul
Ulrike Gawande / 06.12.2019, 17:50 Uhr
Ostprignitz-Ruppin (MOZ) Die gesamte Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen enthielt sich bei der Kreistagssitzung der Stimme, als über die Fortführung der finanziellen Unterstützung von Landwirten zur Anlage von Blühstreifen abgestimmt wurde. Diese Entscheidung stieß bei vielen Kreistagsmitgliedern, die ansonsten komplett für den Beschluss votierten, auf Unverständnis. "Ich bin erstaunt, dass sie die Sache so negativ sehen, ich hätte von den Grünen erwartet, dass sie mitgehen", sagte Thomas Voigt von der Fraktion Bauern/Freie Wähler/FDP. Wolfgang Freese (Bündnis 90/Die Grünen) hatte zuvor die vermeintliche Intransparenz der Auszahlung über den Kreisbauernverband und die fehlende Kontrolle der Landwirte kritisiert. "Das Landesprogramm ist transparenter und das Saatgut ist regional und zertifiziert." Sven Deter (CDU) entgegnete: "Es ist paradox, dass sie als Grüner das sagen." 36 Hektar mit Blühstreifen seien in diesem Jahr über das Programm des Landkreis angelegt worden. Freese erinnerte daran, dass das Ziel des ersten Antrages vom April lediglich eine Anschubfinanzierung durch den Kreis gewesen sei. Über eine Spendenaktion sollten weitere Gelder akquiriert werden. Doch es wurde wenig bis gar nichts gespendet. Axel Gutschmidt (SPD) regte daher an, mehr Werbung zu machen und mehr Spenden zu sammeln, anstatt nur zu diskutieren. So stellt der Landkreis den Landwirten, die nicht von dem Landesförderprogramm profitieren, für 2020 erneut 20 000 Euro für die Anlage von Blühstreifen zur Verfügung. Da sei eine tolle Sache im Kreis geschaffen worden, lobte Hans-Heinrich Grünhagen (KBV). "Wir können nicht von Ideologie leben."

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Winfried Wolfrum 07.12.2019 - 12:50:32

Biodiversität

Ich wollte 2019 dafür Spenden, bekam aber vom Kreisbauernverband keinen genauen Ort genannt, wo ich denn so einen Blühstreifen mir ansehen kann. Man verwies auf Datenschutz, obwohl eine Angabe eines Geopunktes einfach möglich wäre. Darauf hin fragte ich bei der Fraktion der Grünen im Kreistag nach und bekam, die selbe Antwort. Für mich richt die Fördermittelvergabe nach Untreue durch den Landrat Reinhard im Zusammenspiel mit dem Kreisbauernverbandspräsident Sven Deter. Denn wenn man für öffentliche Gelder keinen konkreten Nachweis erbringen muss, dann werden hier Geschenke auf unsere Kosten gemacht. Da scheinen die Grünen nicht mitzuspielen. Gut Macht, Kreistagsfraktion der Bündnis90/Die Grünen!

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