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Mühlenteich
Neue Tafel informiert zum Schutzgebiet

Am Mühlenteich wurden Biber gesehen.
Am Mühlenteich wurden Biber gesehen. © Foto: Patrick Pleul
MOZ / 14.01.2020, 09:15 Uhr
Kyritz Am Mühlenteich bei Kyritz würde jüngst eine Informationstafel aufgestellt, die auf die Einzigartigkeit des Geländes hinweisen soll. "Es gehört zum Europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000, weil dort gefährdete Arten und Lebensraumtypen vorkommen", erklärt Arne Lüder von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg. In den vergangenen zwei Jahren wurde ein Schutz- und Bewirtschaftungskonzept, ein sogenannter Managementplan, für das Gebiet erstellt. "Wir haben diese Planung koordiniert. Mit der Errichtung der Tafel schließen wir das Projekt in diesem Gebiet ab", so Arne Lüder.

Mehrere Akteure waren an dem Prozess beteiligt, unter anderem der Heimatverein Kyritz, der auch die Geschichte des Mühlenteichs für die Tafel zusammengefasst hat sowie der ehrenamtliche Naturschützer Andree Kienast. Er hofft, dass die Informationen dazu beitragen, dass das Gebiet auch von Anglern und Besuchern besser hinterlassen wird. "Es wäre schön, wenn die Umsetzung des erarbeiteten Managementplans vorangeht und insbesondere der Rundweg um den Teich, mit der Erneuerung der Holzbrücke in Angriff genommen wird", sagt Andree Kienast.

Es habe sich gezeigt, dass insbesondere im Süden parkende Autos und Müll die Ufervegetation des Mühlenteichs beeinträchtigen. "Hier kann die Informationstafel helfen, die Besucher darauf aufmerksam zu machen und sie zu sensibilisieren", erklärt Arne Lüder. Auch eine Absperrung der fälschlicherweise als Parkplatz genutzten Grünflächen zum Beispiel mit Baumstämmen könne helfen, dass Besucher die offiziellen Stellflächen gleich nebenan nutzen.

Im Gebiet wurden Biber und Fischotter nachgewiesen. Damit die Otter nicht zu Schaden kommen, sollten bei der Fallenjagd auf Waschbären bis zu 100 Meter Abstand zu den Gewässern eingehalten werden. Der in Brandenburg eingewanderte Waschbär kommt in höherer Zahl vor. "Sie sind Nesträuber und stellen damit eine Gefahr für die Gelege von bodenbrütenden Vogelarten wie dem Kranich dar", erläutert Lüder. Neben dem Waschbär sollen auch mehr Rehe und Wildschweine gejagt werden, damit sich die Eichen- und Buchenwälder besser verjüngen können. Rehe fressen die jungen Triebe der aufwachsenden Bäume.

Die Verantwortlichkeit für die Umsetzung der Maßnahmen liegt bei den Naturschutzbehörden. Aber auch Flächeneigentümer, Landnutzer wie Jäger und die Ehrenamtlichen wie der Heimatverein Kyritz helfen durch ihr Engagement. Der Managementplan sowie ein Gebietssteckbrief sind einsehbar unter  www.natura2000-brandenburg.de.

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