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Rathaus
Sie ist die neue Chefin im Lindower Ordnungsamt

Neuer Arbeitsplatz: Seit Anfang des Jahres leitet Manuela Schäfer das Lindower Ordnungsamt. Noch möchte sie sich in ihr neues Aufgabengebiet einarbeiten.
Neuer Arbeitsplatz: Seit Anfang des Jahres leitet Manuela Schäfer das Lindower Ordnungsamt. Noch möchte sie sich in ihr neues Aufgabengebiet einarbeiten. © Foto: Brian Kehnscherper
Brian Kehnscherper / 14.01.2020, 11:17 Uhr
Lindow (MOZ) Das Telefon von Manuela Schäfer klingelt. Eine Anwohnerin der Lindower Thälmannstraße meldet, dass in einem kleinen Wäldchen in der nähe der Straße seit Wochen Matrazen liegen, und fragt, ob der Bauhof diese entsorgen kann. Schäfer notiert sich die Adresse. "Wir kümmern uns darum", sagt sie. Seit Anfang des Jahres ist die 39-Jährige hauptverantwortlich für derartige Belange in der Drei-Seen-Stadt. Sie ist die Nachfolgerin der langjährigen Ordnungsamtsleiterin Carmen Noack.

Manuela Schäfer arbeitet seit mehr als 20 Jahren im Lindower Rathaus. Nach ihrem Schulabschluss in Rheinsberg begann sie ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Sie arbeitete im Bauamt, später im Sozialamt. Als 2005 das Arbeitslosengeld II eingeführt worden ist, wurde sie zur Kreisverwaltung abgeordnet. 2010 beantragte Schäfer ihre Rückkehr nach Lindow und kam wieder im Bauamt unter.  Seit 2017 arbeitet sie in der Vergabestelle. Nebenbei bildete sie sich fort, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Neue Aufgaben

Ihre ersten Wochen als Sachgebietsleiterin für Ordnung und Sicherheit verbrachte Schäfer damit, sich einzuarbeiten. "Ich muss in die neue Aufgabe noch hineinwachsen", sagt sie. Zwar habe sie bereits Fortbildungen zum Ordnungsrecht gehabt. "Ich brauche aber auf jeden Fall noch Schulungen bei der Feuerwehr und der Forst." In ihr Aufgabengebiet gehören nicht nur die Sicherheit und Ordnung im Stadtgebiet. Auch die Baumpflege, die städtischen Waldflächen und die Feuerwehr fallen in ihre Zuständigkeit. Dabei erhalte sie viel Unterstützung vom zuständigen Förster sowie vom Amtswehrführer Enrico Herwy. Dennoch betrachtet Manuela Schäfer die Feuerwehr als ihre größte Herausforderung. Als Ende September das neue Tanklöschfahrzeug an die Lindower Einheit übergeben  und Schäfer als Nachfolgerin Carmen Noacks vorgestellt worden ist, wurde seitens der Brandbekämpfer bereits der Wunsch auf gute Zusammenarbeit an sie herangetragen. Schließlich hatte sich Noack in der Vergangengheit sehr für die Belange der ehrenamtlichen Retter eingesetzt. Schäfer weiß um die großen Fußstapfen, in die sie tritt. "Bei der Feuerwehr gibt es viele Beschaffungen und viele Ausschreibungen. Es ist ein großer Arbeitsumfang", sagt sie. Als Träger der Feuerwehr ist das Amt für die Fortschreibung des Gefahrenabwehr-Aktionsplans zuständig. Die Einsatztechnik muss regelmäßig gewartet und in Schuss gehalten werden. Zudem steigen die Anforderungen an die Brandbekämpfer immer wieder. "Ich bin da noch unbeleckt und muss erst hineinwachsen", gibt Schäfer unumwunden zu.

Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen die Feuerwehrleute neue Bekleidung erhalten. Auch neue Rufmelder sollen beschafft werden. Darüber hinaus ist ein neues Tanklöschfahrzeug für die Vielitzer Einheit vorgesehen. "Die Ausschreibung erfolgt demnächst. Die Auslieferung kann aber dauern", so Schäfer. Lindows Einheitsführer Marco Döring wünscht sich außerdem die Umrüstung einer Halle, um dort die Einsatzfahrzeuge waschen zu können. Denn im gesamten Amtsbereich gibt es keiner Möglichkeit dafür. Doch dafür müssten die Wände der Halle gekachelt und ein Ölabscheider installiert werden. Laut Schäfer ist die Umrüstung bereits geplant. Die Umsetzung hängt jedoch von der Haushaltslage ab.

Kontakt zu den Bürgern

Der Ordnungsamtsleiterin untersteht auch der Bauhof mit seinen fünf Mitarbeitern. "Wenn mal was ist, rufen die Bürger an und melde es. Dann wird es in der Regel schnell erledigt", sagt sie. Ohnehin mache der enge Kontakt zu den Bürgern den Reiz für sie aus, in einer so kleinen Verwaltung zu arbeiten. "Es ist sehr bürgernah, Mann kennt die Leute und kann mit den Kollegen Dinge auf dem kurzen Dienstweg regeln", so Schäfer, deren zwei Kinder die Schule in Lindow besuchen. Da ihre Behörde auch für den ruhenden Verkehr und somit für das verteilen von Knöllchen zuständig ist, Hundebseitzer auf die Einhaltung ihrer Pflichten hinweist und auch darauf achtet, dass Hauseigentümer auf die Pflege der Grünflächen vor ihren Grundstücken achten, birgt ihre Arbeit zuweilen auch Konfliktpotential. "Aber wenn man mit den Leuten vernünftig redet, wird man sich meistens einig", ist sich die 39-Jährige sicher.

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