Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Boxen
Lob für Neuruppiner Talente

Praxistest: Mit sechs Talenten reiste das Neuruppin-Zehdenick-Team nach Berlin.
Praxistest: Mit sechs Talenten reiste das Neuruppin-Zehdenick-Team nach Berlin. © Foto: privat
Gunnar Reblin / 11.02.2020, 06:30 Uhr
Neuruppin (moz) Von durchweg knappen Urteilen, einem richtig schönen Kampf und einem vielversprechenden Debüt sprach Trainer Mike Schultz nach dem 1. Boxmeeting des Spandauer Boxclubs. Drei Talente des MSV Neuruppin sollten dort durch die Ringseile klettern. Es waren dann aber nur zwei: Ramzan  Altimirov (bis 54 kg) und Islam Tulshaev (bis 56 kg). Für Bislan Tulshaev fand sich kein Gegner. Für die Neuruppiner war es der letzte Test vor den Landesmeisterschaften im März in Eisenhüttenstadt.

Der MSV und Kooperationspartner Boxring Zehdenick schickten gemeinsam sechs Kämpfer in den Ring. "Leider gab es für uns keinen Sieg in Berlin, auch wenn ich meine Schützlinge deutlich vorne gesehen haben", blickt Trainer Schultz zurück. Unmut kam bei ihm aber nicht auf, denn seine Schützlinge machten ihre Sache "richtig gut", wie er befand.

Premiere für Altimirov

Ramzan Altimirov trat in Berlin zu seinem Debütkampf an. Der 13-Jährige trainiert seit knapp eineinhalb Jahren in Neuruppin. "Für den ersten Kampf war das richtig toll, was er gemacht hat", so sein Coach. "Er hätte ein paar Kombinationen besser schlagen können. Dazu kam noch die Aufregung bei der Premiere."

Etwas weiter ist da schon Islam Tulshaev. Auf ihn hält Trainer Schultz große Stücke. Der junge Tschetschene lieferte laut Schultz in Berlin einen sehr tollen Kampf ab. "Er hat technisch sehr gut geboxt, das war richtig schön anzuschauen." Zum Sieg reichte es nicht. Das Berliner Kampfgericht sah den Lokalmatadoren vorn. "Um den Ring als Sieger zu verlassen, musst du da schon richtig klar vorn liegen", weiß Schultz um den Heimvorteil eines Gastgebers.

Im Winter hatten die MSV-Trainer mit ihren Schützlingen durchtrainiert. "Jetzt noch einmal Praxiserfahrung sammeln zu können, war prima", erklärte Schultz. Das Angebot des Spandauer Boxclubs kam für ihn wie gerufen. Mit Blick auf die bevorstehende Landesmeisterschaft sei das eine willkommene Einheit gewesen. Die Titelkämpfe finden – gesplittet über mehrere Termine – im März in Eisenhüttenstadt statt. Der MSV Neuruppin und der Boxring Zehdenick nehmen gemeinsam mit 15 Boxern daran teil. "Das ist schon eine Hausnummer", freut sich Schultz über die Fortsetzung des positiven Trends, der mit der Wiederbelebung der Sportart in Neuruppin im Jahr 2017 eingesetzt hat.

Auf eine Titelhoffnung müssen die Neuruppiner jedoch "leider verzichten", wie Schultz verriet. Denn Muslim Tulshaev kann seinen im Vorjahr errungenen LM-Titel nicht verteidigen. Der 24-jährige Tschetschene musste sich kürzlich einer Blinddarm-Operation unterziehen und muss noch einige Zeit pausieren.

Am 6. Juni steigt ein Boxturnier in Neuruppin

Aktuell erlernen beim MSV Neuruppin knapp 25 Kinder und Jugendliche das Box-Abc. Mike Schultz, früher selbst erfolgreicher Boxer, ist einer von mehreren Trainern, die die Sportler im Alter von neun bis 31 Jahren betreuen.

Ein Meilenstein nach Auflebung der Boxszene in der Fontanestadt wird das für den 6. Juni geplante Boxturnier. Denn es ist das erste nach vielen, vielen Jahren. Mike Schultz: "Der Termin steht fest. Es wird wohl ein Junioren-Wettkampf werden. Aber da arbeiten wir noch kräftig dran. Noch offen ist allerdings, wo die Boxveranstaltung stattfindet. Aber wir freuen uns schon riesig drauf."⇥gü

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG