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Carsharing
Brandenburgs erstes E-Dorfmobil steht in Barsikow

Ein Renault-Zoe kommt nach Barsikow.
Ein Renault-Zoe kommt nach Barsikow. © Foto: Renault Deutschland
Ulrike Gawande / 14.02.2020, 16:52 Uhr
Barsikow (MOZ) In Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg gibt es sie schon: Dorfmobile. Am kommenden Freitag wird mit dem "Dorfmobil Barsikow" ein erstes solches Projekt in Brandenburg realisiert. Der kleine Ort mit gerade einmal 183 Einwohnern wird somit zum Vorreiter und zeigt, wie Mobilität im ländlichen Raum nachhaltig und klimafreundlich gestaltet werden kann.

Denn das Dorfmobil, das von Einwohnern und Gästen des Ortes in Form eines Carsharing-Modells genutzt werden kann, ist ein Renault Zoe mit Elektroantrieb. 33 000 Euro hat der Wagen gekostet. 25 000 Euro kamen dabei als Fördergelder für nachhaltige Mobilität vom Landkreis, der auch die Einrichtung einer Ladesäule am Alten Konsum übernommen hat. Der Kreis finanzierte auch die benötigte App und den Bordcomputer für die Abrechnung der Fahrten. Weitere 2 000 Euro kamen vom Bundeswirtschaftsministerium. Über 6 500 Euro musste der für das Projekt vom Dorfverein gegründete Geschäftsbetrieb "Dorfmobil Barsikow" einen achtjährigen Kredit beim Autohaus aufnehmen. Finanziert werden soll dieser über die Nutzer der Elektroautos. Eine Stunde kostet 1,99 Euro und jeder gefahrene Kilometer zehn Cent. Ein  Gewinn darf nicht erwirtschaftet werden.

Ziel des Projektes sei es, die Anzahl der Autos im Ort zu reduzieren, erklärt Dr. Anna Funke, Vorsitzende des Dorfvereins. Zugleich soll eine Alternative für den eingeschränkten öffentlichen Nahverkehr im Ort geschaffen werden. Viele Familien hätten Zweitautos, die nur für den Einkauf, den Arzt- oder Friseurbesuch genutzt werden, so Funke. Das soll sich mit dem Dorfmobil ändern. Mit der gemeinsamen Nutzung können zugleich Ressourcen gespart werden. Das Interesse der Einwohner sei groß, so Franke. "Wir hoffen, dass das Dorfmobil ein kleiner Leuchtturm wird", sagt Kreissprecher Alexander von Uleniecki, der sich Nachahmer wünscht. "Das sind kleine Projekte, die Großes bewirken können." Fördergelder seien beim Kreis vorhanden, so Uleniecki.

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