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Coronavirus
Musiker sitzen in Rheinsberg fest

Die Musiker sollten am Freitag ursprünglich ein Konzert in Rheinsberg geben.
Die Musiker sollten am Freitag ursprünglich ein Konzert in Rheinsberg geben. © Foto: Timo Kreuser
Brian Kehnscherper / 25.03.2020, 16:34 Uhr - Aktualisiert 26.03.2020, 10:48
Rheinsberg (MOZ) Die Rheinsberger Musikakademie dient derzeit als Zufluchtsort. Die Mitglieder des Solistenensembles "phønix16" und des "Orquesta Experimental de Instrumentos Nativos" haben wegen der durch den Coronavirus erschwerten Reisebedingungen keine Möglichkeit, in ihr Heimatland Bolivien zurückzukehren.

Die insgesamt 25 Musiker sind seit 10. März in der Prinzenstadt. Wie die Sprecherin der Musikkultur Rheinsberg gGmbH, Barbara Maria Zollner, sagte, sollten die Ensembles das Eröffnungskonzert der Veranstaltung "Märzmusik" gestalten, das am vergangenen Freitag stattfinden sollte. Als Ersatz für den Auftritt, der ebenfalls wegen der Epidemie gestrichen werden musste, haben die Musiker das Konzert aufgenommen. Sobald der Mittschnitt nachbearbeitet worden ist, soll er auf CD veröffentlicht werden.

Da die Musiker nicht nach Hause kommen, sind sie weiterhin im Bettenhaus der Musikakademie einquartiert. "Wir halten dabei die Sicherheitsvorkehrungen ein, um eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden", sagt Zollner. Eines der größten Alltagsprobleme dürfte die Langeweile sein. "Die Leute spielen mit dem Handy und machen Musik", so Zollner. Versorgt werden sie in der Kantine der Akademie. Dabei versuche die Küche, auf bolivianische Essgewohnheiten Rücksicht zu nehmen.

Wie lange die Musiker in Rheinsberg festsitzen, ist unklar. "Momentan gibt es dafür keinen Zeithorizont. Die Situation in Bolivien ist wohl kompliziert. Wir stehen in Kontakt mit dem Auswärtigen Amt und dem bolivianischen Botschafter", sagt Zollner. Der letzte Versuch, die Rückreise zu ermöglichen sei jedoch am Montag gescheitert. "Wir bedauern die Situation sehr und hoffen, dass den Musikern bald ein Weg zurück zu ihren Familien und Angehörigen ermöglicht wird. Dennoch freuen wir uns, dass wir an dieser Stelle helfen können." Bis dahin nutzen die Musiker laut Zollner die Möglichkeit, vor Ort zu proben.

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