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Neuruppiner Corona-Hilfsfonds reicht nicht aus

Viele Läden und Geschäfte können derzeit keine Umsätze machen, die sie aber zum Überleben brauchen.
Viele Läden und Geschäfte können derzeit keine Umsätze machen, die sie aber zum Überleben brauchen. © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 30.03.2020, 10:30 Uhr
Neuruppin (MOZ) Der 20 000 Euro-Hilfsfonds, den die Stadt Neuruppin gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft NWG für in Not geratenen Unternehmern aufgelegt hat, wird nicht ausreichen. Innerhalb einer Woche hat die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Inkom, mehr als 100 Anträge aus der Fontanestadt erhalten. "Wir bekommen pro Tag etwa 20 bis 25 schriftliche Anfragen", so Inkom-Chef Axel Leben. Die Bearbeitungszeit dauert aktuell drei Tage, bis die Betriebe etwas von der Inkom hören. Axel Leben rechnet in den kommenden Wochen aber noch mit vielen weiteren Anträgen, weshalb er auch davon ausgeht, dass die 20 000 Euro aufgestockt werden müssen, um schnelle Liquiditätshilfe leisten zu können. Das Geld ist dafür gedacht, die kritische Zeit zu überbrücken, bis die Hilfen des Landes oder des Bundes fließen. Ein Viertel der städtischen Summe ist bereits vergeben: "Wir haben bei fünf Anträgen die höchstmögliche Unterstützung von je 1 000 Euro zugesagt." Damit am Ende aber so vielen wie möglich geholfen werden kann, habe es bereits Gespräche mit der Stadtverwaltung gegeben. Laut Leben gebe es positive Signale, dass Geld umgeschichtet werden kann, das eigentlich für den Bürgerhaushalt 2021 vorgesehen ist. Entschieden sei das aber noch nicht.

Anfragen gibt es laut Leben aus allen Branchen – vor allem aus dem Einzelhandel, aber auch von kleinen Handwerksunternehmeren, die Einzelkämpfer sind, und von Existenzgründern. "Sie haben in Größenordnungen Umsatzverluste – das geht Querbeet", so Leben.

Die Inkom berät die Unternehmer derzeit aber auch, welche Hilfen es in der Corona-Krise wo gibt, und was sie dafür tun müssen. "Ich rechne vielen Betrieben dabei hoch an, dass sie danach erst einmal selbst versuchen wollen, diese Hilfen in Anspruch zu nehmen, bevor sie Geld aus unserem Hilfsfonds beantragen", lobt Leben deren Umsichtigkeit und deren Solidarität mit den Firmen, die schneller an Geld kommen müssen, um zu überleben.

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