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Pandemie
90 Mitarbeiter der Ruppiner Kliniken getestet

Die Ruppiner Kliniken.
Die Ruppiner Kliniken. © Foto: Paul Zinken
Ulrike Gawande / 07.04.2020, 21:00 Uhr
Neuruppin (MOZ) In den Ruppiner Kliniken sind mittlerweile zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus Sars-Cov-2 getestet worden. Laut Verena Clasen, Pressesprecherin der Kliniken, ergeben sich daraus jedoch keine Einschränkungen bei der Versorgung der Patienten.

Um Mitarbeiter und die andere Kranke zu schützen, seien die Patienten isoliert worden. Zudem seien die Personen, die Kontakt zu den betroffenen Mitarbeitern hatten,  nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts ebenfalls isoliert worden, betont sie. "Die Mitarbeiter tragen ihre persönliche Schutzkleidung."

Um festzustellen, ob sich Patienten oder Kollegen bei den positiv getesteten Mitarbeitern angesteckt haben, wurden zahlreiche  Tests durchgeführt. "Wir haben circa 90 Kolleginnen und Kollegen und 41 Patienten getestet. Die Ergebnisse fielen negativ aus", betont Verena Clasen. Sie fügt hinzu, dass außerdem keine Bereiche im Krankenhaus wegen der Vorfälle gesperrt werden mussten. Auch eine besondere Desinfektion sei nicht notwendig gewesen. "Die Reinigung/ Desinfektion entspricht der nach Influenza- oder durch MRSA-Infektionen. Zudem erfolgt eine Schlussdesinfektion mit einem begrenzt viruzidem Flächendesinfektionsmittel", erklärt sie das Vorgehen.

Corona-Station betriebsbereit

Auf dem Gelände der Ruppiner Kliniken ist mittlerweile die geplante Corona-Station betriebsbereit, berichtet die Pressesprecherin. Die Station befindet sich im Haus M und verfügt für die Behandlung von Covid-19-Patienten über 78 Betten. Davon seien 13 sogenannte Intensivbetten, sagt Verena Clasen. "Sollte es erforderlich sein, kann die Kapazität erhöht werden." Die Pressesprecherin betont, dass die einzelnen Bereiche durch elektronische Türsperren gesichert seien, die nur mithilfe eines Transponders geöffnet werden können. "Nur berechtigtes Personal hat einen Zugangstransponder."

Erst Ende März hatte ein Mann, obwohl der Zutritt zum Klinikgelände verboten ist, das Krankenhaus betreten und dort auch gefilmt. Er wollte angeblich Corona-Patienten interviewen. Die Kliniken haben mittlerweile rechtliche Schritte gegen ihn eingeleitet.

Aufgenommen werden Corona-Patienten in einem isolierten Bereich, der über das Haus M zugänglich ist. Aktuell werden in den Ruppiner Kliniken, laut Aussage der Kliniksprecherin zwei Corona-Patienten behandelt, von denen jedoch aktuell keiner beatmet werden muss. Insgesamt werden fünf Bewohner des Landkreises stationär betreut, zwei davon in einer Klinik außerhalb des Landkreises.

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