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Corona-Pandemie
Flüchtlinge aus Rheinsberg ins Jugenddorf Gnewikow verlegt

Das Jugenddorf in Gnewikow.
Das Jugenddorf in Gnewikow. © Foto: Markus Kluge
Ulrike Gawande / 24.04.2020, 16:11 Uhr - Aktualisiert 24.04.2020, 16:17
Gnewikow (MOZ) Seit Freitag (24. April) werden im Jugenddorf Gnewikow Flüchtlinge, die zuvor in Rheinsberg gelebt hatten, untergebracht.

Das bestätigte Waltraud Kuhne, Sozialdezernentin des Kreises. Sämtliche Personen befinden sich dabei in Quarantäne, da unter ihnen auch mehrere sind, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. "Die erste Familie ist bereits angekommen, zwei weitere folgen. Die Transporte finden noch statt", so Kuhne.

In einem großflächigen Test waren am Mittwoch 106 Personen untersucht worden, von denen acht positiv auf Sars Cov-2 getestet wurden. Insgesamt werden in Gnewikow 42 Personen erwartet.

"Eigentlich bleiben wir vage bei dem genauen Ort, an dem Flüchtlinge untergebracht werden, um sie zu schützen", erklärte Kreissprecherin Britta Avantario. Doch Kreistagsmitglied Siegfried Wittkopf (BVB/ Freie Wähler) hatte die Informationen aus einer Telefonkonferenz des Ältestenrates, bei der Stillschweigen vereinbart worden war, öffentlich gemacht. Eine Kommunikationspanne – so die Bezeichnung des Vize-Landrates Werner Nüse – zwischen Kreis, Neuruppins Bürgermeister und dem Gnewikower Ortsvorsteher

Olaf Matschoss hatte zudem dazu geführt, dass dieser am Donnerstagabend vom Leiter des Jugenddorfes über die Unterbringung der Flüchtlinge informiert wurde. "Ich habe es dann ein paar Leuten im Ort erzählt, damit zumindest einige wissen, was da vor sich geht und nicht alle völlig überrascht sind", sagte er. Matschoss kritisiert aber, dass er sich seine Informationen selbst besorgen musste.

Kreisverwaltung und die Stadt Neuruppin hatten ihn nicht über die Veränderungen im Jugenddorf unterrichtet. "Ich musste heute Mittag selbst den stellvertretenden Landrat anrufen, um zu erfahren, was hier alles passieren wird", so Matschoss. Nüse hingegen dachte, dass Neuruppins Bürgermeisterin Jens-Peter Golde (Pro Ruppin), der am Donnerstag von der Umverlegung erfahren hatte, Matschoss informieren würde.

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