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Catnapping
Rheinsbergs Schlosskater Sheldon entgeht Entführung

Ein Mitarbeiter des Tucholsky-Museums rettete Sheldon vor einer Entführung.
Ein Mitarbeiter des Tucholsky-Museums rettete Sheldon vor einer Entführung. © Foto: dpa
Brian Kehnscherper / 30.04.2020, 13:43 Uhr
Rheinsberg (MOZ) Bei Sheldons Besitzer Markus Kersten war die Aufregung am Mittwochabend groß. Eine Mitarbeiterin der Tourist-Information informierte ihn am Telefon über das versuchte Catnapping. "Der Kater saß offenbar zwischen dem Schlossportal und dem Prinzendenkmal auf dem Bürgersteig. Das macht er in letzter Zeit häufiger. Das sehe ich sowieso nicht gerne. Ich verscheuche ihn immer, wenn ich das sehe", so Kersten. Wie ihm geschildert wurde, gingen zwei Männer auf Sheldon zu und versuchten, ihn mit in ihr Auto zu nehmen. Ein Mitarbeiter des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums habe dies aus dem Fenster seines Büros gesehen und schritt ein. "Wir waren sehr ergriffen, als wir das gehört haben. Der Kater ist aber wohlauf", so Kersten.

Sheldon ist der wohl berühmteste lebende Rheinsberger. Der achtjährige Mischling aus Norwegischer Waldkatze und Maine Coon lebt bei seiner Familie in der Nähe des Schlossparks, den er zu seinem Revier auserkoren hat und seitdem täglich auf den Spuren Friedrichs II. umherwandelt. Um mitzubekommen, was sein Kater so treibt, legte Markus Kersten vor einigen Jahren einen Facebook-Account für die Samtpfote an und bat Schlossparkbesucher, die Sheldon begegnen, darum, Fotos von ihm zu posten. Nachdem der Ruppiner Anzeiger über den heimlichen Schlossherrn berichtet hatte, wurde die Deutsche Presseagentur auf das Thema aufmerksam. Fortan tauchten bundesweit Berichte über den Kater auf.

Der Arzt Markus Kersten wählte Sheldon im übrigen aus, weil er den prägnantesten Charakter in seinem Wurf gehabt habe. Die Stadt Rheinsberg ehrt den Kater, indem sie ihn auf ihrer Webseite als berühmte Persönlichkeit der Stadt erwähnt.

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