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Fehrbelliner Flugplatz wartet auf Signale aus Tegel

Vor mehr als zehn Jahren hat Carsten Milbach angefangen, in den Fehrbelliner Flugplatz zu investieren. Vor zwei Jahren konnte er sämtliche Anteile der Gesellschaft, zu der die Stadt Neuruppin und die Gemeinde Fehrbellin gehörten, übernehmen.
Vor mehr als zehn Jahren hat Carsten Milbach angefangen, in den Fehrbelliner Flugplatz zu investieren. Vor zwei Jahren konnte er sämtliche Anteile der Gesellschaft, zu der die Stadt Neuruppin und die Gemeinde Fehrbellin gehörten, übernehmen. © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 25.05.2020, 05:00 Uhr
Fehrbellin (MOZ) Mit Spannung erwartet Carsten Milbach, Eigentümer des Flugplatzes Fehrbellin, die weitere Entwicklung am Flughafen Berlin-Tegel. Der Hauptstadt-Airport soll am 15. Juni zeitweise oder vielleicht für immer geschlossen werden, was sich positiv auf den Fehrbelliner Flugplatz auswirken könnte. "Privat finde ich das natürlich nicht gut, weil ich aus Charlottenburg bis zum BER auch fast eine Stunde brauche", so Milbach. Für Neuruppiner, die künftig in den Urlaub fliegen wollen, verlängern sich Fahrzeit und  –strecke von knapp einer Stunde bei 67 Kilometern auf eineinhalb Stunden bei 96 Kilometern quer durch die Hauptstadt.

Für den Flugplatz in Fehrbellin bieten sich mit der Tegel-Schließung aber die lange ersehnten Entwicklungschancen. Milbach hofft, dass die Eigentümer kleinerer Flugzeuge oder gar Hubschrauber, diese dann in Fehrbellin unterstellen. "Die Kapazitäten haben wir. Dafür haben ich in den vergangenen Jahren drei Hallen gebaut", so Milbach.  Auch für Wartungsunternehmen und Charterbetriebe, die in Tegel keine Bleibe mehr haben, gebe es in Fehrbellin noch Platz.

Die endgültige Schließung von Tegel hätte außerdem zur Folge, dass über dem Ländchen Bellin in größeren Höhen geflogen werden darf. Das hatte die Flugsicherung wegen dem Luftverkehr von und nach Tegel bisher oft nicht zugelassen. "Noch habe ich dazu aber nichts gehört", so Milbach, der aber in den nächsten Wochen mit Reaktionen rechnet.

Für den Flugplatz wären positive Signale jetzt gut. Wegen der Auflagen zur Corona-Pandemie sei in den vergangenen Wochen auf Gelände so gut wie nichts passiert. Der Fallschirmsport mit den Tandemsprüngen ist aufgrund der "körpernahen Dienstleistung" noch verboten, das Sportspringen hingen wieder erlaubt. Ebenso durfte die Flugschule keinen Praxis-Unterricht geben, weil in den Flugzeugen der Mindestabstand zwischen Schüler und Lehrer nicht gewährleistet werden konnte.

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