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Nach Massenschlägerei
Rheinsberg will Sicherheit in der Stadion-Siedlung

Nach der Massenschlägerei zwischen Deutschen, Polen und Tschetschenen in Rheinsberg ist die Polizei in der Stadion-Siedlung präsent.
Nach der Massenschlägerei zwischen Deutschen, Polen und Tschetschenen in Rheinsberg ist die Polizei in der Stadion-Siedlung präsent. © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 27.07.2020, 13:50 Uhr - Aktualisiert 27.07.2020, 17:21
Rheinsberg (MOZ) Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) fordert, dass der Landkreis seine Flüchtlingspolitik neu ausrichtet. "In Rheinsberg ist diese gescheitert", sagte Schwochow am Montag. Am Donnerstag war es dort zu einer Massenschlägerei zwischen Deutschen und Polen auf der einen Seite und Tschetschenen auf der anderen Seite gekommen.

Am darauffolgenden Tag tauchten rund 100 Tschetschenen in der Stadt auf. Die Polizei, die mit einem Großaufgebot vor Ort war, konnte eine Eskalation verhindern und die Versammlung auflösen.

Laut Schwochow gebe es unabhängig davon, was der Auslöser für den Konflikt war, größere Probleme in der Stadion-Siedlung, wo der Landkreis Flüchtlinge untergebracht hat. Bei vielen der dort lebenden Menschen sei der Aufenthaltsstatus unklar, und sie würden nicht betreut. "Sie sind einfach da, und der Kreis lässt es so laufen", so der Bürgermeister, bei dem Beschwerden auflaufen würden, wenn die Flüchtlinge auffällig werden. Er nehme sich und die Stadt nicht aus der Verantwortung, fordert den Kreis aber auf zu handeln. "Nur, weil es jetzt ruhig ist, ist das Problem nicht gelöst. Das Sicherheitsgefühl fehlt dort immer noch", so der Bürgermeister.

Mehr zu dem Thema: Bilanz des Großeinsatzes in Rheinsberg (mit Video)

Ortsvorsteherin Petra Pape (BVB/Freie Wähler) fordert feste Betreuer vor Ort, die gleichermaßen Ansprechpartner für die Flüchtlinge als auch für deren Nachbarn sind. "Wenn es Probleme gibt, kann so vielleicht jemand helfen, die zu klären", so Pape. Nach ihrer Einschätzung seien die Spannungen in dem Wohngebiet noch lange nicht gelöst.

Die beiden Konfliktparteien haben sich am Sonnabend im Beisein der Polizei und eines Streitschlichters der tschetschenischen Gemeinschaft aus Berlin auf einen Frieden geeinigt. "Zur Gefahrenabwehr ist damit erst einmal Ruhe und Ordnung hergestellt", so Polizeisprecherin Ariane Feierbach. Für Dienstagabend hat die rechtsextreme NPD in Rheinsberg eine Demo angemeldet. Eine Gegenveranstaltung gibt es ebenfalls.

In einem Instagram-Post werden Szenen der Schlägerei gezeigt: 

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В немецком городе Рейнзберг, что в 90 км от Берлина, произошло столкновения нацистов с чеченцами. Несколько дней назад произошла потасовка между Нохчи и немцем в, которой последний проиграл. Проигравший решил позвать на помощь нацистов. Вчера без предупреждения заявившись в квартал где проживает три семьи они толпой накинулись на молодых и на женщин, которые пытались помещать толпе избивать несколько чеченцев. После нескольких минут они ретировались. Сегодня на подмогу к чеченцам собрались сотни чеченцев, но тех, кто вчера нападал и след простыл (как и во французском Дижоне).

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В немецком городе Рейнзберг, что в 90 км от Берлина, произошло столкновения нацистов с чеченцами. Несколько дней назад произошла потасовка между Нохчи и немцем в, которой последний проиграл. Проигравший решил позвать на помощь нацистов. Вчера без предупреждения заявившись в квартал где проживает три семьи они толпой накинулись на молодых и на женщин, которые пытались помещать толпе избивать несколько чеченцев. После нескольких минут они ретировались. Сегодня на подмогу к чеченцам собрались сотни чеченцев, но тех, кто вчера нападал и след простыл (как и во французском Дижоне).

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