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Fußball
Wucht in Wustrau

Drangvoll: Offensivspieler Leeroy Scheffler, ehemals MSV Neuruppin, ließ in dieser Szene aus dem Testspiel gegen Union Neuruppin Jannis Steinke hinter sich.
Drangvoll: Offensivspieler Leeroy Scheffler, ehemals MSV Neuruppin, ließ in dieser Szene aus dem Testspiel gegen Union Neuruppin Jannis Steinke hinter sich. © Foto: Matthias Haack
Matthias Haack / 30.07.2020, 20:15 Uhr
Wustrau (moz) Vorfreude, das ist das Wort, das den Wustrauer Fußball derzeit umtreibt. Die Männermannschaft beendete die Corona-Saison als Tabellenerste der Kreisliga und steigt zur Beletage des Kreisfußballs auf. Mehr noch: Der TSV will die Kreisoberliga bereichern. In der Vorbereitung auf die Saison hinterließ das Team schon starke Duftmarken. Ein 5:2 gegen Einheit Perleberg II und am Freitagabend ein 1:4 gegen Union Neuruppin.

77 Zuschauer wollten sehen, was der neue Coach seinen Spielern für ein System spielen lässt. Andy Kretschmann führt die Elf, er ist Rückkehrer nach mehreren Jahren Pause als sportlicher Chef. "Klar haben wir noch viele individuelle Fehler gesehen", analysiert er. Aber "wir wollten gegen den Höherklassigen nicht untergehen und sind das auch nicht". Was er sah: In der Vorwärtsbewegung wirke seine Mannschaft unruhig. "Sobald es in den Zweikampf geht, fehlt uns etwas das Tempo. Das wirkt noch statisch." Hinten stand sie ordentlich und spielte völlig unaufgeregt, suchte immer wieder die spielerische Lösung in Drucksituationen. Diese kaltschnäuzigen Aktionen kamen auch für den 44-Jährigen überraschend, denn er verpasste der Defensive ein modernes Gesicht: Nach der Knieverletzung von Manuel Walter auf der Zentralen, Mitte der ersten Halbzeit, warf Kretschmann ein Karussell an: Martin Polei von rechts nach links, Alexander Piglas von links in die Mitte sowie Tom Engler als Einwechsler rechts. Erik Block und Leon Spitzer sollen als Staubsauger im Mittelfeld das Zentrum verdichten. Vorn setzt der Coach auf ein Dreigestirn: Sinan Filipcic, Domenic Biemann, Christopher Bittner oder auch Timo Maurer oder Leeroy Scheffler oder Leon Podporowski. Was die Wustrauer Offensive so gefährlich werden lässt: Jeder bringt andere Qualitäten ein.

Zudem ernten die Wustrauer weiterhin die Früchte einer herausragenden Nachwuchsarbeit über Jahre hinweg. Leon Bujack und Giacomo Tietz sind die nächsten, die in die Herren-Elf integriert werden. Sie waren bei den A-Junioren des SV 90 Fehrbellin für eine Saison als Gastspieler geparkt, sind nun jedoch beim Heimatverein zurück. Als sich im Sommer erneut eine Baustelle auf der Keeperposition öffnete, fand die Mannschaft eine interne Lösung (siehe Interview mit Stephan Stäbler). Es zeichnet sich ab, dass beide Aufsteiger solche sind, über die Gestandene stolpern werden. Rutscht der TSV trotz dreier Niederlagen und einem Unentschieden in die Kreisoberliga hoch, so kam der Pankower SV in der Weststaffel mit weißer Weste und einem grandiosen Torverhältnis von 90:24 (in 14 Partien) durch die Saison.

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