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Teil-habe Leben

Fliedners Aktionsplan wird der Öffentlichkeit vorgestellt.
Fliedners Aktionsplan wird der Öffentlichkeit vorgestellt. © Foto: MZV
Bärbel Kraemer / 18.03.2017, 08:22 Uhr
Bad Belzig (MZV) Ein fünfblättriges buntes Kleeblatt ziert die Titelseite von Fliedners Aktionsplan "Teil-habe Leben". Jedes Blütenblatt ist einem wichtigen Inklusionsthema gewidmet. Es geht um Wohnen, Arbeit, Freiheit und Rechte, Information und Barriere-Freiheit sowie Teilhabe und Kontakte.

Auf 40 Seiten ist zusammengefasst, wie bei Fliedners diese Themen innerhalb von zwei Jahren, von 2016 bis 2018, verwirklicht werden sollen.

Wenn am kommenden Donnerstag in der Bad Belziger Albert-Baur-Halle Fliedners inklusives Theater "Ich bin, was ich bin" aufgeführt wird, soll auch der Aktionsplan der Öffentlichkeit vorgestellt werden. "Er ist ein Wegweiser für die nächsten zwei Jahre", erklärt Olaf Eggert, der bei Fliedners für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

"Fliedners versteht seinen Aktionsplan als einen "Mutmacher' für sich selbst und für unsere Städte und Gemeinden, in denen Fliedners aktiv ist. Wir fordern nicht nur Veränderungen, sondern wir packen auch selbst als "Schrittmacher' mit an", heißt es diesbezüglich aus dem Unternehmen.

Bis 2018 sollen die auf dem Papier formulierten Ziele verwirklicht sein. Unter anderem, dass jeder wichtige Informationen, nötige Hilfe und eine passende Arbeit bekommt. Dass jeder seine Rechte besser versteht und seinen eigenen Weg gehen kann. Er soll aber auch vermitteln, dass Menschen mit Behinderung viel leisten können.

"Der Aktionsplan vermittelt in leichter Sprache ein Bild davon, was Fliedners macht und in den kommenden Jahren tun will, um die Teilhabe und Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen weiter zu verbessern", sagt Barbara Weigel, Geschäftsbereichsleiterin.

2015 begann die Erarbeitung des Aktionsplanes. 110 Akteure in fünf Arbeitsgruppen haben daran mitgewirkt. Am 12. Mai 2016 wurde derselbe in Brandenburg/Havel erstmals vorgestellt. Damit auch Menschen mit Behinderung das Heft gern in die Hand nehmen, ist es in leichter verständlicherer Form gedruckt worden.

Knapp 40 Maßnahmen wurden darin aufgelistet, die bis ins Jahr 2018 umgesetzt werden sollen. Von der Barrierefreiheit über Orientierungshilfen an und in Gebäuden, der Zugänglichkeit zu Medien in leichter Sprache, bis hin zum Angebot von inklusiven Bildungsangeboten und erfüllbaren Wünschen.

Doch damit nicht genug. Für jedes Ziel wurde ein Termin gesetzt. Eines ist sogar schon erreicht. Das macht Mut und ist Ansporn zugleich. Vielleicht auch für Kommunen wie die Stadt Bad Belzig, die bereits 2011 die Erklärung von Barcelona unterzeichnete und sich damit verpflichtete, die Stadt barrierefrei werden zu lassen - auf allen Gebieten.

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