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Traktor ankuppeln, Milchleistung bewerten

Weiß was Kühen schmeckt und war beim Landesfinale der Nachwuchslandwirte am Start: Auszubildender Richard Preuss aus Mörz von der Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk.Foto: Baake
Weiß was Kühen schmeckt und war beim Landesfinale der Nachwuchslandwirte am Start: Auszubildender Richard Preuss aus Mörz von der Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk.Foto: Baake © Foto: MZV
Thomas Baake / 20.04.2017, 14:41 Uhr
Groß Kreutz (MZV) Elf angehende Landwirte und zwei Tierwirte aus dem Land Brandenburg nahmen am Landesfinale des Berufswettbewerbs der Landjugend teil. Die Lehrlinge suchten die Besten ihres Fachs und fanden ihn in Skady Petermann. Sie kommt aus dem Landkreis Märkisch Oderland und ist die Siegerin des diesjährigen Landesfinales. Der Sieger hat sich somit einen Startplatz zum Bundesentscheid Mitte Juni in Mecklenburg-Vorpommern gesichert. Bis dahin war es aber ein ereignisreicher Tag in der Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung inHier absolvierten die jungen Leute vier Stationen in Theorie und Praxis. Im theoretischen Teil galt es Fragebögen zu beantworten und einen Vortrag zu halten. Danach ging es praktisch zu. Ein Traktor mit zwei Hängern sollte fachgerecht angekuppelt und auf seine Verkehrssicherheit überprüft werden. Es ging auch raus aufs Feld. Im Getreide sollten unter anderem Schädlinge gefunden werden. Zum Schluss kam die Tierbeurteilung. Hier sahen sich die angehenden Landwirte mehrere Milchkühe an und beurteilten die Milchleistung der Tiere. Einer der Teilnehmer war Richard Preuss von der Hoher Fläming eG Rädigke-Niemegk. Der 18-Jährige befindet sich im zweiten Lehrjahr und belegte beim Landesfinale den zehnten Platz. Besonders Spaß hat ihm der Vortrag gemacht. Hier stellte Richard die Tierhaltungsformen seines Ausbildungsbetriebes vor. Rückblick: Richard belegte beim Regionalentscheid am Oberstufenzentrum in Groß Kreutz den ersten Platz und hatte sich dadurch für das Landesfinale qualifiziert. Das hat der junge Mann auch seinen Ausbildern zu verdanken. "Ohne den Betrieb würde es nicht funktionieren", gibt Richard zu. Die Ausbilder halfen ihm bei der Vorbereitung und der Betrieb stellte den Auszubildenden für den Veranstaltungstag frei. Die Ausbildung macht Richard Spaß. "Kein Tag ist wie der andere", schmunzelt der 18-Jährige. Es ist abwechslungsreich und geht von Pflanzen bis hin zu den Tieren. Zurück zum Landesfinale. An diesem Wettbewerb können die Jugendlichen im Rahmen ihrer Ausbildung nur einmal teilnehmen. Dies tat auch Mathias Wandel im Jahr 1999. Er belegte den zweiten Platz. Jetzt ist er wieder dabei. Seit 2011 fungiert Wandel als Bewertungsrichter. Für den theoretischen Teil beziehungsweise den Vortrag war er in diesem Jahr zuständig. "Über die Jahre hinweg nimmt die Qualität der Leistungen zu", beurteilt Wandel das Niveau. Aber nicht nur die Qualität nimmt zu. Bewertungsrichter Wandel hat den Vergleich. Er kennt beide Seiten beim Landesfinale. Die Aufgaben wurden auch anspruchsvoller. "Alle waren erfolgreich, denn sie sind die Spitze des Brandenburger Agrarnachwuches" so Wandel. Ende Mai werden die Teilnehmer für den Bundesentscheid nochmal gezielt wieder in der LVAT in Groß Kreutz mit Unterstützung der Berlin Brandenburgischen Landjugend vorbereitet. Bei den Tierwirten wurde Lukas Schmidt Landessieger , der bei Rinderproduktion Berlin Brandenburg ebenfalls in Groß Kreutz seine Ausbildung absolviert. Er hat die Fahrkarte zum Bundesentscheid gelöst. Neben der Qualifizierung für den Bundesentscheid gab es noch eine Urkunde und Sachpreise. Der Wettbewerb ist eine gute Prüfungsvorbereitung für die Auszubildenden.

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