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Kinder und Jugendliche veranstalten seltener Komasaufen

Alkohol bis zum Umfallen ist offenbar out: 2013 wurden weniger Kinder und Jugendliche wegen Komasaufen in die Klinik gebracht als noch im Jahr zuvor.
Alkohol bis zum Umfallen ist offenbar out: 2013 wurden weniger Kinder und Jugendliche wegen Komasaufen in die Klinik gebracht als noch im Jahr zuvor. © Foto: dpa
dpa / 10.12.2014, 10:33 Uhr
Berlin (dpa) Berliner Kinder und Jugendliche trinken seltener bis zum Vollrausch. Die Zahl der Komasäufer zwischen 10 und 15 Jahren ist 2013 nach Angaben der Krankenkasse DAK am deutlichsten zurückgegangen: Es wurden 25 Kinder weniger als noch 2012 mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert, teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit. Das entspricht einem Rückgang von rund einem Drittel. Die DAK beruft sich dabei auf bislang unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Landesamtes.

Auch bei den Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren sind die Zahlen laut einem Sprecher rückläufig: Wurden 2012 noch 318 junge Menschen wegen Alkoholmissbrauch in die Klinik gebracht, waren es im Vorjahr noch 238 - ein Rückgang von rund einem Viertel.

Insgesamt mussten 2013 in Berlin 290 junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren wegen Alkoholmissbrauch in eine Klinik, davon waren 151 Jungen und 139 Mädchen. Nicht erfasst seien in der Statistik Betroffene, die in anderen Bundesländern behandelt wurden. "Dennoch gehen wir insgesamt von einem deutlichen Rückgang aus", sagte die Landeschefin der DAK-Gesundheit, Steffi Steinicke, laut einer Mitteilung.

Die Behandlungen in Kliniken nach Alkoholvergiftungen gehen in Berlin bei 10 bis 15-Jährigen bereits seit 2008 zurück. Bei den Jugendlichen waren sie dagegen angestiegen. Nun seien die Tendenzen bundesweit rückläufig, sagte ein DAK-Sprecher: "Das Thema ist durch vielfältige Kampagnen bei den jungen Leuten angekommen." 2012 hatte es nach DAK-Angaben mit fast 26 700 Kindern und Jugendlichen mit einer Alkoholvergiftung noch einen vorläufigen Höchstwert gegeben.

Um Rauschtrinken einzudämmen, startete die DAK 2010 den Plakatwettbewerb "Bunt statt blau - Kunst gegen Komasaufen". Bislang haben daran laut DAK mehr als 62 000 Kinder und Jugendliche teilgenommen.

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