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Remis in heimischer Halle
Handball-Wahnsinn in der Baurhalle

Maximilian Kernke machte auf Rechtsaußen ein gutes Spiel, steuerte sechs Tore zum Remis bei.
Maximilian Kernke machte auf Rechtsaußen ein gutes Spiel, steuerte sechs Tore zum Remis bei. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 13.03.2018, 12:24 Uhr
Bad Belzig (MOZ) Am Samstag erlebte der Handballsport mal wieder seine "wahnsinnigen" Momente in der Albert-Baur-Halle. In einem nie für möglich gehaltenen Finish erkämpften sich die Handballer des MBSV Belzig noch ein 29:29 gegen die TSG Rot-Weiss Fredersdorf.

Dabei haben sich die Bad Belziger das Leben selbst schwer gemacht, durch eine Schwächephase zu Beginn des zweiten Abschnitts. In der ersten Hälfte sah Trainer Denis Wandersee einen couragierten Auftritt seiner Mannschaft gegen den Verbandsligavierten. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, die Führung wechselte ständig. Mit einem knappen 13:12-Vorsprung für die Gastgeber ging es in die Pause.

Mittlerweile graut es Trainer Wandersee vor der 15-minütigen Unterbrechung. Denn egal was er seinen Spielern für die zweite Hälfte mit auf dem Weg gibt, sie sind nicht in der Lage es umzusetzen. Beinah acht Minuten benötigten sie, um ihren ersten Treffer nach dem Seitenwechsel zu erzielen, Christopher Dümchen verkürzte zum 14:15. Doch danach trat noch längst keine Besserung ein, schlecht vorgetragene Angriffe ermöglichten es den Gästen immer wieder über den Konterangriff erfolgreich zu sein.

Die Fredersdorfer machten aber auch über den Rückraum und Kreis ihre Tore, in der 43. Minute waren sie auf fünf Tore enteilt (19:14). Die Gastgeber wehrten sich zwar, doch immer wenn sie verkürzen konnten, fanden die Rot-Weißen die Lücken in der MBSV-Deckung. Normalerweise zermürbt dies eine Mannschaft, so dass sie resigniert.

Aber an diesem Abend nicht die Bad Belziger. Selbst beim 21:26 in der 54. Minute ließen sie sich vor heimischer Kulisse nicht gehen. Doch als bei etwas mehr als zwei Minuten Restzeit die Fredersdorfer auf 29:26 erhöhten, wollte selbst Wandersee nicht mehr an eine positive Wendung glauben. Doch nach der schnellen Mitte traf Georg Wendland, der eine lange Anlaufzeit in diese Partie benötigte, zum 27:29.

Nun schlich sich bei den Gästen die Nervosität ein. Tim Dreßler musste in der 59. Minute auf die Strafbank und 31 Sekunden vor dem Abpfiff nutzten die Hausherren durch Jannes Wernicke die Überzahl zum 28:29-Anschlusstreffer.

Trainer Wandersee beorderte Wendland nach vorn, die linke Abwehrseite sollte möglichst durch eine angedeutete Lücke einen frühen Wurf der Fredersdorfer provozieren. Der Trick glückte. Eric Wetzel fing den Ball, leitete ihn gleich an Matthias Paul weiter, der mit einem langen Pass Wendland bediente. Quasi mit dem Schlusspfiff markierte er das 29:29 und verwandelte die Baurhalle in ein Tollhaus. MBSV-Fans und Spieler lagen sich in den Armen, feierten den für nicht mehr möglich gehaltenen Punktgewinn wie einen Aufstieg.

Trainer Denis Wandersee hofft nun, dass seine Mannschaft diesen Schwung auch in die nächste Partie mitnehmen kann, am 24. März geht es zum SSV Falkensee.

MBSV: Schröter, Wetzel, Paul 1, Kernke 6/1, Galle, Dreer, Dümchen 5, Starick 4, Dalibor, Wernicke 4, Schmeißer, Wendland 5, Almustafa Almohammad 3.

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