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Offene Töpfereien
Gemütlich durch den Töpferort

Niedliche Tierfiguren hält die Töpferei Wagner unter anderem in ihrem Sortiment bereit.
Niedliche Tierfiguren hält die Töpferei Wagner unter anderem in ihrem Sortiment bereit. © Foto: MZV
Eva Loth / 14.03.2018, 10:07 Uhr - Aktualisiert 14.03.2018, 11:30
Görzke (BRAWO) Das erste richtige Frühlingswochenende nutzten viele für einen Ausflug. Und was passte da besser, als ein Besuch im Töpferort Görzke.

Dort hatten anlässlich des Tags der offenen Töpfereien die Handwerker ihre Werkstätten geöffnet. Und das wurde ausgiebig genutzt. Viele Besucher kamen jetzt schon, weil sie sich den großen Andrang zum traditionellen Töpfermarkt ersparen wollten. So gingen sie ganz gemütlich auf die Suche nach Krügen, Tassen und Geschirr, aber auch nach Dekorationsartikeln. In der Töpferei Heinitz "osterte" es bereits. Die bunten Keramikeier für den Osterstrauß fanden Anklang. Auch bei Regina Wolfram aus Kirchmöser. "Da ist eins schöner als das andere", meint sie stirnrunzelnd, "wofür soll ich mich da bloß entscheiden?" Sie hat eine besondere Beziehung zu Görzke und auch zur Töpferei, hat sie doch selbst einmal für ein Jahr hier gewohnt. Ihr Vater hat in einigen der Werkstätten gearbeitet und so weckte der Besuch auch Erinnerungen.

Auch Elke Heihs freute sich über die vielen Besucher in ihrer Werkstatt. "Es verteilt sich gleichmäßig", sagte sie, auch wenn es kurzzeitig mal einen Ansturm gab. "Es ist ja so der erste Verdienst nach dem Weihnachtsgeschäft", erzählt sie und freute sich über die zahlreichen Kunden, "wir hatten heut schon Gäste aus dem Barnim und sogar aus Hamburg." In ihrem Garten konnte man außerdem noch bei Kaffee und Kuchen das tolle Wetter genießen und die ersten Frühjahrsblüher bestaunen.

Bei Winfried Wagner durfte man sogar einen Blick in den Brennofen werfen. Es dauert eine Weile, ehe aus dem Rohmaterial fertige Tassen und Schüsseln werden. Allein 2 bis 3 Wochen braucht man für das Einräumen, bei denen die Rohware schichtenweise gestapelt wird. Der eigentliche Brand dauert 16 bis 18 Stunden. Aber ehe man den Ofen wieder ausräumen kann, muss er mindestens eine Woche auskühlen. Und ja, es ist auch schon passiert, dass eine beladene Schicht umgekippt ist und nur Scherben übrig blieben. In der Töpferei Wagner gibt es nicht nur Praktisches, sondern auch viel zur Dekoration. "Im Moment werden viel Tassen verkauft", so Dorit Baumann, die beim Verkauf hilft. Aber ebenso schön sind die vielen Tierfiguren.

So hat jede Töpferei ihre Spezialitäten und Farben. In der Töpferei Ludwig ist viel in einem grünlichen Ton zu sehen. Bei Kathrin Schulz wird es bunt und auch für´s Freie gibt es bei ihr etwas, wie die Aufhänger für Meisenknödel. Und so konnte der Töpferort jeden Geschmack befriedigen.

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