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Vernissage
Der Computerbildschirm als digitale Staffelei

Eine farbenfrohe Welt vermittelt Lebensfreude, Hoffnung, Wärme und Geborgenheit.
Eine farbenfrohe Welt vermittelt Lebensfreude, Hoffnung, Wärme und Geborgenheit. © Foto: MZV
Bärbel Kraemer / 24.03.2018, 12:29 Uhr
Bad Belzig (BRAWO) Computergemälde von Werner Rudolf Götz sind in der Klinik Ernst von Bergmann in Bad Belzig ausgestellt. Was ungewöhnlich klingt, fasziniert die Augen des Betrachters und wird dabei zum Balsam für die Seele.

Treffend bemerkt Friederike Sehmsdorf vom Kunst-Kontor am Potsdamer Jungfernsee in ihrer Laudatio: "In die Kunst von Werner Rudolf Götz fließt ein ganzer Kosmos ein."

Götz Bilder stehen für eine Welt der Farben und sind kein geschlossenes System, dass am Bilderrahmen endet. Vielmehr stehen sie für ein unendliches Quantum an Kreativität.

Gut ein Dutzend Neugieriger ließen sich die Vernissage am Mittwochabend in den Krankenhausfluren nicht entgehen und wollten den Mann kennen lernen, für den der Computer zur digitalen Staffelei geworden ist.

Werner Rudolf Götz wurde 1951 in Bamberg geboren. Zur Malerei kam der Vater von drei Kindern erst spät. Vielmehr fühlte er sich in seiner Jugend von der Schauspielerei und der Musik angezogen und ging nach Berlin. 16-Jährig lernte er Querflöte, Saxophon und Bassgitarre spielen. Später stand er als Bassgitarrist mit der Band "Ton Steine Scherben" auf der Bühne.

Die wilden Zeiten endeten, als die Band Mitte der 1970er Jahre nach Schleswig-Holstein zog. Götz blieb in Berlin. Er arbeitete als Fotograf und Bauhandwerker und studierte Architektur - die Mutter aller Künste. Nach erfolgreichem Studienabschluss arbeitete Götz in seinem neuen Beruf. Er gründete mit seiner Ehefrau Martina das Architekturbüro "Götz Architekten". Ihre Handschrift spiegelt sich in der hiesigen Region im Landhaus "Alte Schmiede" in Lühnsdorf und im Niemegker "Kastanienhof", einer barrierefreien Wohnanlage, wieder. 2010 beendete ein zweiter Schlaganfall diese Schaffensperiode. Seitdem nutzt der 67-Jährige den Computerbildschirm als digitale Staffelei. Götz experimentierte über drei Jahre. Friederike Sehmsdorf über diese Zeit: "Aus dem Experimentieren mit verschiedenen Grafik- und Malprogrammen - mit all deren Möglichkeiten und Grenzen - fand Werner Götz zu seinem personalen Stil."

2017 stellte der in Berlin lebende Künstler erstmals im Kunst-Kontor aus. Jetzt sind die Bilder in den Bad Belziger Klinikfluren zu sehen - Lebensfreude, Hoffnung, Wärme und Geborgenheit vermittelnd. Musikalisch wurde die Vernissage durch den Konzert-Akkordeonspieler Vladislav Urbansky begleitet.

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