Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Markttreiben
Großer Andrang beim Blumenmarkt am Muttertag

Eva Loth / 15.05.2018, 13:45 Uhr - Aktualisiert 15.05.2018, 13:50
Bad Belzig (MOZ) In diesem Jahr waren auf dem Wiesenburger Blumenmarkt des öfteren polnische Wörter zu vernehmen. Erstmalig waren Händler aus der Partnergemeinde Lwowek vertreten. Der Bürgermeister der Stadt betreibt mit seiner Frau einen kleinen Gartenbaubetrieb und bot in Wiesenburg Blumendünger und Sämereien an. „Der ist wirklich gut“, sagt Gartenfreundin Irene Liero aus Reetz. Selbst aus Polen stammend, bringt sie sich den Dünger sonst immer von Besuchen aus der alten Heimat mit, diesmal wurde sie hier fündig.

Der Wagen mit Käsespezialitäten und Geräuchertem war ständig belagert und das polnische Blasorchester unterhielt die Besucher vor der Remise. Eigentlich öffnet der Blumenmarkt offiziell erst um 10.00 Uhr. Aber bereits kurz nach 9.00 Uhr fanden sich die ersten Hobbygärtner mit Körben und Taschen bewaffnet ein, um ja auch noch die Pflanzen zu bekommen, die sie sich ausgesucht hatten. Eine gute Stunde später standen Schlangen an den Ständen und es war kaum noch ein Durchkommen. Die Händler kamen nicht nur aus der Region, viele waren aus Sachsen/Anhalt angereist, um ihre Waren zu präsentieren.

Wie Bernd Neubauer. Er führt in vierter Generation eine Gärtnerei in Kakau in der Nähe von Wörlitz. Was anfangs eine typische Landgärtnerei war, mauserte sich im Laufe vieler Jahre zu einer Raritätengärtnerei. Seit fast 16 Jahren haben sie sich auf Kräuter und alte Heilpflanzen spezialisiert, die sie auch zum Blumenmarkt in die Perle des Flämings mitgebracht haben. Neben den typischen Kräutern, die jeder Gartenfreund kennt, waren auch außergewöhnliche Gewächse dabei. Neubauer und seine Kollegen legen beim Anbau und der Aufzucht Wert auf biologisches Gärtnern. Sie ziehen die meisten Pflanzen selbst und kaufen nur einige Exoten zu. In Wiesenburg/Mark sind sie schon lange präsent. „Bestimmt schon zum 10. Mal“, sagt Bernd Neubauer nachrechnend.

Auch Familie Haß und Familie Weißleder mit Pflegekind Laura aus der Landeshauptstadt Potsdam kommen schon seit zehn Jahren nach Wiesenburg. Der Termin wird extra frei gehalten, egal, wie das Wetter ist. Auch Regen wirkt nicht abschreckend auf die Potsdamer. Gemeinsam wird jedes Jahr ein Blumenkranz für Laura geflochten und fotografisch dokumentiert. Dabei sucht sich Laura die Blumen selbst aus. Die Familien kommen aber nicht nur wegen des Blumenmarktes, sie machen auch jedes Mal einen Rundgang durch den herrlichen Schlosspark. „Schade, dass die Remise geschlossen ist“, bedauerten die Familien. Da hatten sie sonst immer einen Tisch zum Mittag reserviert. Überrascht reagierten sie auf die Mitteilung, dass dort wieder geöffnet ist. Anscheinend ist es noch nicht bis Potsdam durchgedrungen. Diejenigen, die es gewusst haben, haben es ausgenutzt. Es war schwer, in der Remise einen Platz zu finden. Aber auch auf dem Blumenmarkt gab es kulinarische Köstlichkeiten. Der Kitaförderverein Wiesenburg und auch das Fläming-Gymnasium Bad Belzig boten Kaffee und leckeren Kuchen an. Der Erlös fließt in geplante Projekte, beim Kitaförderverein vor allem in Spielzeug für den Außenbereich. Wer lieber etwas Herzhaftes zu sich nehmen wollte, konnte sich Fisch, Würstchen und andere Leckereien schmecken lassen. Auch für die Jüngsten war bestens gesorgt mit Puppenspiel und künstlerischer Betätigung im Handwerkskeller. Den größten Zulauf hatte aber wohl der Eismann – dort fand man die längste Schlange. Und auch das Storchenpärchen auf dem Schornstein der alten Brennerei ließ sich durch den Trubel nicht stören, es zeigte sich zumindest ab und zu den Besuchern.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2018 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG