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Saisonrückblick
Als es darauf ankam war die Mannschaft da

Lucas Dalibor bekam im Laufe der Saison immer mehr Selbstvertrauen und wird bei gleichbleibender Entwicklung zu den Stammkräften zählen.
Lucas Dalibor bekam im Laufe der Saison immer mehr Selbstvertrauen und wird bei gleichbleibender Entwicklung zu den Stammkräften zählen. © Foto: Dirk Fröhlich
Martin Terstegge\MOZ / 07.06.2018, 14:01 Uhr
Bad Belzig Im Rheinland würde man sagen: „Et hätt noch immer jot jejange.“  Mit 10:30 Punkten haben die Handballer des MBSV Belzig den 10. Platz in der Verbandsliga Nord erreicht und damit den Klassenerhalt.

Viel mehr als die Liga zu halten, hatte Trainer Denis Wandersee auch nicht erwartet. Dafür war der Aderlass vor einem Jahr zu groß, gestandene Akteure wie Maik Fricke, sind nicht auf Anhieb zu ersetzen. Quantitativ gab es keine Einbußen. Im Gegenteil. Nachdem im Sommer kurzfristig die eigene A-Jugend aus dem Spielbetrieb abgemeldet  werden musste, verfügte Wandersee nun über einen Kader von 22 Akteuren. Da sich aber viele schon beim freiwilligen Training einfanden, kannte sich das Team zu Beginn der Vorbereitung schon. „Mannschaftlich hat es wirklich gepasst. Da gab es keine Grüppchenbildung, wie zum Beispiel A-Junioren gegen die erfahreneren Spielern“, lobte der Coach.

Das Spielerische konnte in der kurzen Zeit jedoch nicht so schnell zusammen finden. Es ist etwas anderes, ob man vier Neue integriert oder gleich zehn.  Die aufgerückten A-Junioren mussten erst in ihre Rollen hinein schlüpfen, was ihnen  in der Rückrunde zunehmend besser gelang. Kreisspieler Jannes Wernicke ist ein gutes Beispiel. Nachdem er im Laufe der Saison an Kraft zulegte, entwickelte er sich zu einem standhaften Abwehrakteur, der sich nicht mehr wegschieben ließ. Zudem ist er in der Deckung auf allen Position einsetzbar. Ähnliche Entwicklungen sah Wandersee bei Jonas Galle, Lucas Dalibor oder Dominic Starick, der sich gerade anschickte auf der linken Seite Maik Fricke – zumindest ein wenig –  vergessen zu machen, als ihn ein Fingerbruch stoppte.

Das Thema Verletzungen nahm bei den Bad Belzigern einen größeren Raum ein, als es dem Trainer lieb war. Leistungsträger Mark O’Neill fiel seit Ende des Vorjahres aus, Georg Wendland, der zu Saisonbeginn vor Spielfreude nur so sprühte, ließen dann immer wieder verschiedene  Verletzungen pausieren. Schulterprobleme setzten Christopher Dümchen ebenfalls bei etlichen Spielen außer Gefecht.

Das Fehlen dieser Leistungsträger brachte die MBSV-Mannschaft dann häufig in spielentscheidenden Phasen in die Bredouille. Wandersee denkt da an die Unentschieden in den Heimspielen gegen Werder oder Fredersdorf oder die knappe Niederlage in Werder. So manches Pünktchen hätten die Bad Belziger eher einsammeln können, um sich den „Showdown“ am letzten Spieltag, im Heimspiel gegen den SV Motor Hennigsdorf, sparen können.  Ein Remis hätte den punktgleichen Gästen gereicht. Gegen nervöse Gastgeber führte das Motor-Team zur Pause sogar mit 10:8. Doch was dann in der zweiten Hälfte auf Seiten der MBSV-Spieler abging, hätte wohl selbst der größte Optimist nicht erhofft.

23 Tore in einem  Durchgang, daran konnte selbst Denis Wandersee, sich nicht erinnern. Die Hausherren drehten die Partie komplett, freuten sich beim Abpfiff nicht nur über den 31:21-Erfolg, sondern auch über den Verbleib in der Verbandsliga. In der kommenden Saison steht aber mal wieder ein Wechsel an, das MBSV-Team tauscht von der Nord- in die Süd-Staffel.

Einen Wechsel gab es ebenfalls auf der Trainerbank. Neben Wandersee nimmt nun Philipp Schulz für Ralph Gutzmer als Co-Trainer Platz. Ebenfalls ungewiss ist noch das Schicksal O’Neills. Die endgültige Entscheidung der Ärzte, ob er weitermachen kannm, ist noch offen.

Momentan haben die Handballer frei, doch beim freiwilligen Trainingsabend finden sich reichlich Interessierte, die Handball oder Fußball spielen.  Die Vorbereitung beginnt  am 26. Juni, mit eingebettet ist ein Trainingslager vom 17. bis 19. August in Lindow.

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