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Gemeinsames Projekt
Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen

Eva Loth / 11.06.2018, 14:06 Uhr - Aktualisiert 11.06.2018, 14:58
Brück (MOZ) Kuppeln kann man nicht nur im Auto und am Moped, sondern auch an Feuerwehrschläuchen. Dieses und vieles mehr lernten die Schüler der 7. bis 10. Klassen der Oberschule Brück an zwei Projekttagen. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brück führten diese bereits zum zweiten Mal durch.

Bei der ersten Veranstaltung vor zwei Jahren wurden technische Hilfeleistungen thematisiert. Dabei wurde im praktischen Teil mit entsprechendem Werkzeug ein Auto zerschnitten. Diesmal ging es um Brandbekämpfung im Gebäude. Zu Beginn des theoretischen Teils, der jeweils am Vormittag stattfand, gab es eine Einführungsrunde zum gegenseitigen Kennenlernen. Dann erzählten die Kameraden der FFW den Aufbau und die Aufgaben  ihrer Organisation. Schließlich kam man zu den wichtigen Themen, der Brand- und Löschlehre. Dazu gehörten von der Entstehung eines Brandes bis zum Löschen. Denn dafür muss die Feuerwehr wissen, was es für ein Brand ist, um die richtigen Löschmittel zu verwenden. Auch die Abläufe bei der Brandbekämpfung sind wichtig, damit jeder weiß, was er zu tun hat. Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen. Anhand eines Lehrvideos bekamen die Schülerinnen und Schüler erste Eindrücke eines Brandeinsatzes und erfuhren einiges über den Aufbau der Löschfahrzeuge. Am Nachmittag ging es an die praktischen Übungen. Trotz hoher Temperaturen mussten alle die Schutzausrüstung anlegen. Auf dem Plan standen das Hohlstrahlrohrtraining und das Türöffnungsprozedere. Letzteres kann bei unsachgemäßem Handeln eine Gefahr für Leib und Leben bedeuten. Große Augen machten die meisten, als sich Kristin Näthe hinter das Steuer des Löschfahrzeugs setzte, um dieses auf den Übungsplatz zu fahren. Die 29-Jährige ist seit 2000 in der Feuerwehr aktiv, damals noch in Neuendorf. Seit 2007 ist sie in Brück. Kristin Näthe ist sozusagen familiär vorbelastet. Sowohl Mutter als auch Opa waren in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. 2014 erfüllte sie sich einen lang gehegten Wunsch, sie bestand ihre Führerscheinprüfung für das Löschfahrzeug und zählt nun zu den wenigen Frauen, die es fahren können und dürfen. Inzwischen hatten die Schüler Rohre und Schläuche für die praktischen Übungen vorbereitet. Matthias Bernicke erklärte noch einmal die Fortbewegung in Richtung des Brandortes. Der 30-Jährige ist seit 2005 bei der Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehrbetreuer. Die Schüler mussten feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, sich richtig einem Brand zu nähern. Das erfordert viel Übung. Nicht umsonst trainieren die Mitglieder der Feuerwehren regelmäßig und messen sich in Wettkämpfen. Als es schließlich Wasser marsch hieß, freuten sich nicht nur die Teilnehmer, sondern auch der trockene Rasen vor dem Feuerwehrgebäude über das kühlende Nass..

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