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Musikzeitreise
„Horch, wie es klingt“ in der Flämingbibliothek

Unter dem Motto „Horch wie es klingt“ boten Ralf der Rabe und Ekkehard der Barde von den Rabenbrüdern am Freitagabend in der Rädigker Flämingbibliothek unterhaltsame Musikgeschichte vom Feinsten.
Unter dem Motto „Horch wie es klingt“ boten Ralf der Rabe und Ekkehard der Barde von den Rabenbrüdern am Freitagabend in der Rädigker Flämingbibliothek unterhaltsame Musikgeschichte vom Feinsten. © Foto: A. Trunschke
Andreas Trunschke / 05.11.2018, 10:08 Uhr
Rädigke (MOZ) Unter dem Motto „Horch wie es klingt“ boten Ralf der Rabe und Ekkehard der Barde von den Rabenbrüdern am Freitagabend in der Rädigker Flämingbibliothek unterhaltsame Musikgeschichte vom Feinsten. Zu Beginn der Veranstaltung war sogar die ARD da, die gerade für „Live nach neun“ die letzten Bilder für einen Bericht über die Flämingbibliothek drehte. Leider stand der Sendetermin noch nicht fest. „Wahrscheinlich in der nächsten Woche“, sagte die Leiterin des Drehteams.

Die meisten Besucher kannten viele der vorgestellten Musikinstrumente höchstens vom Sagen, aber kaum vom Hören. Die beiden Künstler stellten schließlich historische Musikinstrumente aus mehreren Jahrtausenden Instrumentengeschichte vor. Ralf der Rabe, mit bürgerlichem Namen Ralf Kirsten, begann mit zwei uralten Instrumenten, dem Schwirrholz und der Flöte. Das Schwirrholz wurde bereits in der Altsteinzeit genutzt. Bei der Vorführung zogen nicht nur die vorderen Reihen den Kopf ein. Eine Flöte aus Schwanenknochen wurde bereits vor 35.000 Jahren auf der Schwäbischen Alb gespielt. Die Flöte von Ralf dem Raben war allerdings aus einem Damwildknochen hergestellt worden.

In einer wunderbaren Mischung aus Unterhaltung, Humor und Bildungsangebot ging es weiter durch die Geschichte der Klanginstrumente. Beide Rabenbrüder spielten am Ende auf über dreißig Instrumenten, darunter Okarina, Laute, Leier, Maultrommel, Mundharmonika, Cister, Mandoline und Gitarre. Für das Didgeridoo und das jüngste der vorgestellten Instrumente, das Saxophon, kam zusätzlich Wenzel Ralf Benn auf die Bühne.

Viele Lieder wurden zum Bedauern einiger Besucher nur angespielt, ging es doch darum, den Klang möglichst vieler Instrumente erlebbar zu machen. Einige der besonders humorvollen Lieder spielten die beiden Rabenbrüder aber auch aus. Meist mittelalterliche Musik, aber auch einen Text von Gerhard Gundermann. „Der ist immer noch viel zu wenig bekannt“, meinte Eckkehard der Barde, mit bürgerlichem Namen Ekkehard Glaß.

Der Abend war für beide Künstler eine Premiere: „In der Form haben wir das noch nie gemacht“. Ralf der Rabe hatte bisher lediglich an Schulen verschiedene Instrumente vorgestellt, „natürlich viel kindgerechter“. Aber vielleicht haben sie an diesem Abend in der Flämingbibliothek ein neues Format für sich entdeckt. Das Publikum jedenfalls war begeistert. Viele wünschten ihnen so wie Beate Behrens aus Zeuthen, die gerade ein paar Tage Urlaub in Rädigke verbrachte, „noch viele weitere solche Auftritte“.

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