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Haushalt
Prioritätenliste für 2019 festgezurrt

Bürgermeister Marco Beckendorf.
Bürgermeister Marco Beckendorf. © Foto: Bürgermeister Marco Beckendorf. Foto: E. Loth
Eva Loth / 29.11.2018, 14:10 Uhr
Wiesenburg Die Gemeinde Wiesenburg/Mark wird mit dem Abbau des Investitionsstaus in das neue Jahr starten. Durch Nach- und Neubesetzung von Stellen können sich jetzt mehr Mitarbeiter mit den Vorhaben beschäftigen.

Im Vorfeld wurden mit den Ortsvorstehern deren Prioritäten festgelegt. Das Haushaltssicherungskonzept sei fast abgearbeitet, informierte Bürgermeister Marco Beckendorf. Auch informierte er, dass der Entschluss fiel, die Grundsteuern A und B in diesem Jahr nicht anzupassen, auch wenn es das Land gern so hätte. Jedoch wird es auf Grund höherer Gewerbesteuereinnahmen 13.600 Euro weniger Schlüsselzuweisung geben. Das größte Problem sei nach wie vor der Finanzhaushalt, so Beckendorf. In diesem ist auch für das kommende Jahr ein Minus von 1,4 Millionen eingestellt. Das wird aber nicht erreicht werden, da mit Sicherheit nicht alle Baumaßnahmen durchgeführt werden können. Schon im darauffolgenden Jahr soll es besser werden, ist der Bürgermeister zuversichtlich. Das muss auch sein, denn es soll investiert werden. Dazu muss der Finanzhaushalt ausgeglichen sein, denn die Tilgung für notwendige Kredite muss erwirtschaftet werden.

Für den kommenden Haushalt stellte der Rathauschef die größten Ausgabenpunkte vor. So ist für den Umbau der roten Villa ein Eigenanteil von 250.000 Euro eingestellt, für den ein Kredit fällig wird. Aber man liege mit dem Projekt im Zeitplan, versichert Beckendorf. Für den Umbau der Kunsthalle schlagen Mehrkosten von knapp 100.000 Euro zu Buche, für die Planungen der Gestaltung der Dorfmitte in Reetz 6.000 Euro. Die Umsetzung der Straßenbaumaßnahmen in der Schlamauer Straße werden wohl erst 2020 erfolgen, vielleicht gar nicht so schlecht vor dem Hintergrund der derzeitigen Diskussionen um die Straßenausbaubeiträge. Neben der roten Villa ist der größte Betrag für die Ortsdurchfahrt Reetzerhütten eingestellt. Von den Kosten über 160.000 Euro werden jedoch 140.000 Euro durch Fördermittel abgedeckt. Besonderes Augenmerk wurde auf die Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde gelegt.

Neben notwendigen Arbeiten an und auf den Grundstücken der Gebäude soll vor allem die Löschwasserversorgung verbessert werden. Als Alternative zu den vorhandenen Zisternen sind vier Flachspiegelbrunnen mit einem Kostenpunkt von 70.000 Euro geplant. Durch die große Trockenheit und die vielen Waldbrände in diesem Jahr sind nun auch Waldbesitzer mehr als bereit, ein Stück ihres Eigentums dafür zur Verfügung zu stellen, informierte Uwe Werner, Leiter des Ordnungsamtes. Zudem sind natürlich Erhaltungsmaßnahmen in der Gemeinde eingestellt. In dem unter Denkmalschutz stehenden Teehäuschen im Schlosspark soll die Heizung verbessert werden, ebenfalls wird noch einmal über einen Zuschuss für den TSV Wiesenburg beraten. Dieser nutzt Gemeindeflächen für seine sportlichen Aktivitäten und möchte dort einiges verbessern. Auch für den Tourismusverein wird es einen Zuschuss geben. Dieser hatte bisher Probleme den Turm am Schloss mit dem Museum ganzjährig offen zu halten, da einfach das Personal fehlte. Jetzt besteht die Möglichkeit einer geförderten Stelle durch das Jobcenter für drei Jahre, bei der ein Großteil der Lohnkosten übernommen wird, so dass nur ein kleiner Anteil auf die Gemeinde entfällt. Ebenfalls freuen können sich die Ortsvorsteher. Das Ortsteilbudget wird auf fünf Euro pro Einwohner erhöht, dazu gibt es für jeden Ort einen Sockelbeitrag von 200 Euro. Auch die schon lange geforderte neue Fahrzeugtechnik für die freiwilligen Feuerwehren ist Bestandteil des Haushaltes. So sind bereits Angebote eingeholt für die Ersatzbeschaffung des ausrangierten Fahrzeuges in Reetz. Dieses soll noch in diesem Jahr kommen, danach ist Lehnsdorf dran. Wahrscheinlich muss das Fahrzeug für Reetz, laut Angebot 281.000 Euro teuer, aber noch den Vorstellungen und Notwendigkeiten angepasst werden.

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