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Eheschließung
Geheiratet wird gern in der Heimat

Im Schlosspark Wiesenburg können Trauungen vorgenommen werden - ganz romantisch.
Im Schlosspark Wiesenburg können Trauungen vorgenommen werden - ganz romantisch. © Foto: Gemeinde Wiesenburg/Mark
Bärbel Kraemer / 09.01.2019, 11:05 Uhr - Aktualisiert 10.01.2019, 08:53
Wiesenburg (MOZ) Im vergangenen Jahr wurde in der Gemeinde Wiesenburg/Mark 38 Mal geheiratet (2017: 29 Mal). Die letzte Eheschließung 2018 vollzog Standesbeamtin Nancy Fröhlich noch wenige Tage bevor sich das Jahr dem Ende neigte.

Die Paare hatten dabei die Wahl, ob sie den Ringertausch romantisch und naturverliebt in der Orangerie, märchenhaft und exklusiv im Rittersaal oder idyllisch und traumhaft im Wiesenburger Schlosspark zelebrieren wollen.

Letzterer gehört seit dem 1. Januar 2018 zu den Orten in der Perle des Flämings, an dem Trauungen vollzogen werden können. „Der Schlosspark wurde als Trauort viermal für standesamtliche Eheschließungen gebucht und einmal für eine Freie Trauung“, so die Standesbeamtin. Sie erklärt, dass „freie Trauungen“, bei denen Paare vor einem freien Redner ihr Eheversprechen noch einmal wiederholen beziehnungsweise erneuern, immer mehr in Mode kommen. Ob nach der eigentlichen Eheschließung auf dem Standesamt, zur Silberhochzeit oder zu anderen Anlässen. Unter den Heiratslustigen waren zugleich vier gleichgeschlechtliche Paare. Darunter eines, dass die Lebenspartnerschaft in eine Ehe verwandelte.

Mit der Orangerie, dem Rittersaal und dem Schlosspark kann Wiesenburg als Hochzeitskulisse gleich mit drei reizvollen Örtlichkeiten punkten, so dass Brautpaare fast schon die Qual der Wahl haben.

Im Supersommer 2018 sorgte der Wettergott dann auch noch fast immer für Sonne satt. Zur Freude der Brautpaare. Vergessen sind die Worte, die die Großmütter noch zu sagen pflegten, wenn es der Braut in den Brautkranz regnete: „So viel Tropfen Regen, soviel Glück und Segen“.

Ein Teil der Brautpaare, die sich in Wiesenburg das Ja-Wort gaben, haben ihre Wurzeln in der Region. Andere kamen von weit her. Auf der Suche nach einem Standesamt im ländlichen Raum, mit freien Terminen, um den Tag in vollen Zügen genießen zu können. „Oft wird berichtet, dass die Hochzeit in ‚größeren‘ Standesämtern einem Arzttermin gleicht, da hintereinander weg, im 20 Minuten-Takt Ehen geschlossen werden. Da bleibt dann wenig Platz für Individualität“, erzählt Nancy Fröhlich.

Und noch etwas ist interessant. Kein einziges heiratswilliges Paar aus der Großgemeinde Wiesenburg zog es zum Heiraten in die Ferne. Alle ließen sich in Wiesenburg trauen. Bevorzugte Termine für Hochzeiten gab es nicht. „Der 18. August 2018 wäre ein tolles Datum gewesen, war aber aufgrund der Einschulung zumindest bei uns nicht ausgebucht. Ansonsten nutzen natürlich viele Paare eher den Sonnabend, als irgendeinen Wochentag“, so die Standesbeamtin.

Der Blick in den 2019er Kalender offenbart, dass es an Heiratslustigen im Wiesenburger Standesamt auch in diesem Jahr nicht mangeln wird. Nancy Fröhlich dazu: „Viele Termine sind bereits für reserviert.“

Unter dem Titel „Heiraten in Wiesenburg/Mark“ wird es demnächst eine Broschüre geben, in der die Gemeinde die drei Trauorte vorstellt. „Der erste Entwurf liegt bereits vor und ich freue mich riesig auf das Endergebnis“, so die Standesbeamtin.

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