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Umzug
Neue Pfarrerin mit offenen Türen in der Region aufgenommen

Christiane Moldenhauer ist ab sofort als Pfarrerin im Entsendungsdienst in Bad Belzig und in den Dörfern Kuhlowitz und Preußnitz, Borne, Bergholz, Benken, Klein Glien, Lübnitz und Werbig tätig.
Christiane Moldenhauer ist ab sofort als Pfarrerin im Entsendungsdienst in Bad Belzig und in den Dörfern Kuhlowitz und Preußnitz, Borne, Bergholz, Benken, Klein Glien, Lübnitz und Werbig tätig. © Foto: Bärbel Kraemer
Bärbel Kraemer / 10.01.2019, 08:50 Uhr - Aktualisiert 12.01.2019, 14:29
Bad Belzig ( ) Noch hat Christiane Moldenhauer ihre Umzugskartons in der Pfarrwohnung gegenüber der Bad Belziger Marienkirche nicht alle ausgepackt. Als Pfarrerin im Entsendungsdienst ist sie dennoch bereits tätig. Kaum dass der Umzug von Berlin in der zu Ende gegangenen Woche erledigt war, begann ihr Arbeitsalltag.

Eröffnet wurde er am vergangenen Sonntag. Superintendent Siegfried-Thomas Wisch stellte Christiane Moldenhauer im Rahmen eines Gottesdienstes vor. Die Gemeinde war überaus zahlreich erschienen, sodass in der Winterkirche in St. Marien die Stühle knapp wurden. „Das hat mich sehr gefreut“, sagt die 38-Jährige, die sich jetzt wiederum auf ihre Arbeit als Pfarrerin im Entsendungsdienst in Bad Belzig als auch in den Dörfern Kuhlowitz und Preußnitz, Borne, Bergholz, Benken, Klein Glien, Lübnitz und Werbig freut.

Aktuell ist Christiane Moldenhauer dabei, Kontakte dorthin zu knüpfen, die Kirchen anzusehen und vor allem die Menschen in den Orten ihrer Gemeinde kennen zu lernen. Sie sagt: „Ich erlebe viele offene Türen. Das mach es mir leicht, anzukommen.“

Dass sie in den kommenden zwei Jahren ihres Entsendungsdienstes viel unterwegs sein wird und so manchen Kilometer fahren muss, stört sie nicht. „Ich bin in einer ländlichen Region aufgewachsen“, so Moldenhauer und erzählt, dass sie in Lauchhammer geboren wurde und ihre Kindheit in einem kleinen südbrandenburgischen Ort in der Nähe des Kutschenberges verlebte. Brandenburgs höchstem Berg, der stolze 201 Meter gen Himmel ragt. Noch während ihrer Schulzeit lernte sie, dass derselbe hinter dem Hagelberg im Hohen Fläming bei Belzig rangiere. Doch nach einer GPS-Messung vor mehr als zehn Jahren musste die Geschichte neu geschrieben werden. Der Hagelberg, auf dessen Gipfelbesteigung sich die 38-Jährige schon jetzt freut und die sie nicht mehr allzu lange hinausschieben will, musste dem Kutschenberg dem Vortritt geben und rangiert mit 200,40 Metern jetzt nur noch als zweithöchster Berg des Landes. In diesem Zusammenhang erzählt sie, wie der Kutschenberg in Kindheit und Jugend immer wieder Ausflugsziel ihrer Familie war. „Das ich jetzt in der Nähe des Hagelbergers lebe und arbeite, ist irgendwie witzig“, bemerkt sie lachend. Bei der Gelegenheit lobt sie die hiesige Landschaft, die sie in der Freizeit entdecken will. Weshalb einer ihrer ersten Anlaufpunkte in hiesiger Stadt auch die Bad Belziger Touristinformation war, wo sie sich mit allerlei Informationen über die Region eindeckte.

Zur Religion kam Christiane Moldenhauer als Jugendliche. „Damals habe ich den Glauben entdeckt“, so die 38-Jährige, die sich nachfolgend taufen ließ. Nach dem Abitur arbeitete sie für zwei Jahre als Pflegehelferin in einem Seniorenheim und in einem Hospiz in Israel. Danach widmete sie sich dem Theologiestudium mit Stationen in Greifswald, Tübingen und Berlin. Im Anschluss war sie in einer Projektstelle in der missionarischen Arbeit mit Studierenden in Marburg tätig. „Greifswald ist ein wichtiger Ort in meinem Leben, nach dem Studium hat es mich ein zweites Mal dorthin gezogen. Für sieben Jahre habe ich an der Theologischen Fakultät gearbeitet, meinem Professor assistiert und Studierende im Fach Praktische Theologie unterrichtet, also alles rund um Gottesdienst, Gemeindeentwicklung, Seelsorge und Spiritualität. Daneben habe ich mich intensiv mit der Rolle der Bibel im persönlichen und gemeindlichen Leben beschäftigt und eine Doktorarbeit zu diesem Thema geschrieben“, so Christiane Moldenhauer weiter. Vor ihrem Wechsel nach Bad Belzig war die 38-Jährige als Vikarin in der Berliner Stadtmission tätig.

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