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Hinrundenbilanz
Beste Abwehr, stärkster Angriff, fairstes Team

Martin Terstegge\MOZ / 10.01.2019, 09:50 Uhr
Niemegk Wer es ganz genau nimmt, darf bei den Fußballern des FSV Grün-Weiß Niemegk noch nicht von der perfekten Hinrunde sprechen, da noch ein Nachholspiel aussteht, das gegen den FSV Groß Kreutz II. Allerdings ist es nur schwer vorstellbar, dass der dominierende Spitzenreiter der 2. Kreisklasse Havelland (Staffel B) ausgerechnet gegen den Tabellenvorletzten straucheln sollte,  auch wenn im Fußball natürlich alles möglich ist.

Doch dagegen spricht die bisherige makellose Bilanz der Grün-Weißen: in 13 Spielen gab es 13 Siege, bei einer Torbilanz von 50:8. Damit haben die Niemegker nicht nur den effektivsten Angriff, sondern auch die stabilste Abwehr der Liga. Nebenbei stellen sie auch noch das fairste Team der Liga.

Die Gegentorbilanz wird noch aufgewertet, wenn man bedenkt, dass vier der acht Gegentore auf dem schmalen Platz in Rädel fielen. Achtmal blieb der Tabellenführer ohne Gegentor.

Die Defensive konnte Trainer Mirko Schulz durch Maxim Neumann, der als Innen- wie auch linker Verteidiger einsetzbar ist,  und Wolfgang Heß, der aus der eigenen Jugend aufstieg, zu Beginn dieser Saison nochmals verstärken. Zwischen den Pfosten steht der zuverlässige Tobias Kade, der sich dank seines individuellen Torwarttrainings stetig verbesserte und sicherlich zu den stärksten seiner Zunft in der Region zählt.

Vor der Abwehr agiert Moritz Hoffmann im offensiven Mittelfeld, der trotz seiner jungen Jahre die Kapitänsrolle komplett ausfüllt. Dank seiner Auftritte als torgefährlicher Spielmacher ist er innerhalb der Mannschaft respektiert. Vielleicht bekommt er in der Zukunft Entlastung, denn Trainer Schulz plant den offensiv ausgerichteten Juniorakteur Jakob Höhne künftig im Männerbereich mit trainieren zu lassen, damit ihm die Umstellung leichter fällt.

Die Achse der Niemegker Elf komplettiert im Sturmzentrum Paul Schumann. Zusammen mit dem Rädeler Dustin Goede führte er mit 18 Treffern die Torschützenliste an. Das Schöne für Trainer Mirko Schulz ist, dass beinah all seine Spieler schon einmal jubeln durften, damit wird die Last auf viele Schultern verteilt.

Die Niemegker Fans werden sich an die Vorsaison erinnern, wo die Schulz-Elf ebenfalls noch der Hinrunde den „Platz an der Sonne“ einnahm, in der Rückserie aber stark zurückfiel und letztendlich mit großem Abstand den vierten Platz einnahm. „In der Rückrunde hatten wir unglaubliches Verletzungspech. Wir konnten die Ausfälle nicht kompensieren. Zudem waren wir vor einem Jahr in einer anderen Staffel, die mit Geltow und Golm wesentlich stärker besetzt war. Ohne hochnäsig zu klingen, da ist die aktuelle Staffel wesentlich schwächer“, erklärte Schulz.

Dass die Grün-Weißen das Maß aller Dinge in ihrer Liga sind zeigte der Vergleich mit dem ärgsten Verfolger, der Elf des Borkheider SV. Dieses Treffen entschieden die Niemegker verdient mit 3:1 für sich, was auch BSV-Trainer Hartmut Streich bestätigte. Gefährlich kann sich die FSV-Mannschaft eigentlich nur noch selbst werden. Die Erfahrung hat sicherlich jeder schon einmal gemacht - wenn immer alles gelingt, wird man nachlässig. Das konnten Mirko Schulz und sein Co-Trainer Julian Hähnel schon mehrmals an einigen Spieltagen beobachten, haben dann aber immer sofort eingegriffen.

Dass die Mannschaft immer konzentriert auftritt, aber auch insgesamt noch stabiler auftritt, um das Umkehrspiel noch schneller zu machen wie auch ihre Chancenverwertung erhöht,  darauf soll in der Rückrunde Wert gelegt werden, um diese glänzende Ausgangsposition nicht zu verspielen. Daher nimmt das Team dieser Tage schon die Vorbereitung auf, möchte soweit es die Witterung zulässt, viel an der frischen Luft trainieren und auch einige Testspiele absolvieren, ehe es am 24. Februar mit dem Heimspiel gegen Rädel wieder losgeht. Das erklärte Ziel der Niemegker Elf ist es in der kommenden Spielzeit in der 1. Kreisklasse aufzulaufen. Dass verhindern, kann sie im Prinzip nur selbst.

(ter)

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