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Kletteranlage
Slacken und bouldern - in Wiesenburg ist alles möglich

Daniel Kajari (l.) und Thomas Wernicke brennen für die Kunst und auch fürs Klettern. Beide engagieren sich im Vorstand des Vereins und haben in das neue Kunstwerk acht bekannte Klettergrößen integriert.
Daniel Kajari (l.) und Thomas Wernicke brennen für die Kunst und auch fürs Klettern. Beide engagieren sich im Vorstand des Vereins und haben in das neue Kunstwerk acht bekannte Klettergrößen integriert. © Foto: Bärbel Kraemer
Bärbel Kraemer / 18.01.2019, 09:30 Uhr - Aktualisiert 18.01.2019, 10:21
Wiesenburg ( ) Die Sektion Hoher Fläming im Deutschen Alpenverein (DAV) hatte erstmals zu einem Neujahrsempfang in die Kletteranlage nach Wiesenburg eingeladen. Rückblick und Ausblick bildeten neben der Einweihung eines poppigen Kunstwerks den Rahmen für den Empfang.

Anna Margareta Stalder-Glück, die Vorsitzende der Sektion, nahm die Gekommenen gleich zu Beginn des Abends mit auf eine abenteuerliche Expedition. Sie erzählte, wie es auf dem flachen Land, wo als einziger der Hügel des Hagelbergs mit seinen 200,40 Metern Höhe gen Himmel ragt, zur Gründung einer Sektion des Alpenvereins kam. Mittlerweile gehören derselben rund 170 Mitglieder an.

Stalder-Glück, in der Schweiz geboren und aufgewachsen, vermisste bald nach ihrem Umzug in die hiesige Region „ihre Berge“. Weil die unmöglich zu versetzen waren, blieben ihr anfangs nur Expetitionen zurück zu den Wurzeln. Die sie begleitenden Teams wurden dabei immer größer, getragen von der Begeisterung, die die heute 50-Jährige für das Erleben in der Natur mit anderen teilen wollte. Mit einer ordentlichen Portion Mut entstand in dieser Folge die Idee, eine Sektion zu gründen. 2004 verwirklichten sieben Gleichgesinnte diese Vision.

Wiesenburgs damalige Bürgermeisterin Barbara Klembt hatte für die Kletterenthusiasten sofort ein offenes Ohr. „Eigentlich hatten wir Bad Belzig im Blick. Aber dort hat sich nichts bewegt. Für unsere Idee gingen keine Türen auf“, so Stalder-Glück. Anders in Wiesenburg, wo Barbara Klembt Türen öffnete und mit den Sektionsmitgliedern Ausschau nach einem geeigneten Gebäude hielt, in denen die Kletterhallenidee verwirklicht werden konnte. Die Wahl fiel auf das alte Heizhaus gleich neben der Schule.

Mittlerweile ist auch der alte Schornstein Teil der Anlage geworden, sodass in Wiesenburg Anfänger und Könner gleichermaßen ihrem Hobby frönen können. Klettern, slacken und bouldern - alles ist möglich. Dank riesigen persönlichem Engagements der Sektionsmitglieder, privater Spenden und diverser Förderungen hat sich die DAV Kletteranlage „Altes Heizwerk“ zu einem Ort entwickelt, an dem gemeinsames erleben, aber auch Grenzerfahrungen möglich werden können.

„Ich freue mich, was sie daraus gemacht haben“, lobte Barbara Klembt während des Neujahrsempfangs am Freitagabend. In 2019 soll die Anlage noch bekannter gemacht werden. „Wir wollen auch Leute erreichen, die mit dem Fahrrad hier vorbeikommen oder wandern“, sagt Stalder-Glück. Denn eines haben schließlich alle gemeinsam. Die Freude an der Bewegung in der Natur.

Im Anschluss wurde das Kunstwerk eingeweiht. Es wurde von Thomas Wernicke und Daniel Kajari geschaffen - Künstlern aus der Region, deren Herzen nicht nur für die Malerei brennen, sondern auch für das klettern. Beide arbeiten im Vorstand des Vereins mit und haben acht bekannte Klettergrößen, unter anderem Meta Brevoorts, Gerlinde Kaltenbrunner, Paul Preuß und Reinhold Messner, auf die Leinwand gebracht. Ihr Werk erfuhr große Bewunderung und verschönt nunmehr die Boulderanlage im Hüttenscharm.

Weitere Informationen über die DAV Kletteranlage sind nachzulesen auf der Homepage unter $(LEmailto:kontakt@davhf.de:kontakt@davhf.de:kontakt@davhf.de)$ oder 0151:www.davhf.de oder zu erfragen unter $(LEmailto:kontakt@davhf.de:kontakt@davhf.de)$ oder 0151|_blank)$/15759661.

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