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Kunsteisbahn
Endgültiges Aus für die Eisbahn

"Eismeister" Uwe Moritz fotografiert während der letzten Saison auf der Kunsteisbahn.
"Eismeister" Uwe Moritz fotografiert während der letzten Saison auf der Kunsteisbahn. © Foto: B. Kraemer
Bärbel Kraemer / 14.03.2019, 10:38 Uhr
Bad Belzig Jetzt ist es endgültig. Die seit 2015 stillgelegte Bad Belziger Kunsteisbahn an der Martin-Luther-Straße wird als solche nicht saniert und damit nicht wieder eröffnet. Lediglich drei Abgeordnete sprachen sich in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung noch dafür aus. In dieser Folge wurde die Schließung der Anlage mehrheitlich beschlossen. Grund dafür sind die Sanierungskosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro. Zwar hätte die Sanierung zu 90 Prozent aus Fördergeldern finanziert werden können, doch ist die Kommune nicht in der Lage, den erforderlichen Eigenanteil in Höhe von zehn Prozent aufzubringen. Bürgermeister Roland Leisegang (parteilos) mahnte im Verlauf der Debatte an, dass bei der Kreditaufnahme für eine Sanierung der Kunsteisbahn die Kreditaufnahmen für den geplanten Schul- und Feuerwehrneubau gefährdet sein würden.

In einer öffentlichen Diskussionsrunde soll jetzt über die Gestaltung und Nachnutzung der Flächen der Kunsteisbahn debattiert werden. Für die Erarbeitung eines Sanierungskonzepts für die Bad Belziger Kunsteisbahn hatte der Landkreis Potsdam-Mittelmark bereits 2018 30.000 Euro aus dem Kreisentwicklungsbudget bereitgestellt. Aus denen bezahlt die Kommune nunmehr das in Bad Belzig ansässige Landschaftsarchitekturbüro Gunnar Lange, dass bereits Ideen für eine Nachnutzung des rund 1.000 Quadratmeter großen Areals an der Martin-Luther-Straße erarbeitet hat. Konkret wurden sechs Varianten entworfen, wie die Flächen künftig genutzt werden könnten.

Diese Pläne sollen in einer öffentlichen Diskussionsrunde mit den Bad Belzigern beraten werden. Als Termin ist der 27. März anberaumt. Bis einschließlich Ostermontag haben die Einwohner danach Gelegenheit, Anregungen, Ergänzungen, Hinweise oder Wünsche zu den vorgestellten Varianten im Rathaus einzureichen - oder alternative Vorschläge zu unterbreiten.

Im Verlauf der Debatte stellte Stadtverordnetenvorsteher Ingo Kampf (SPD) die Bedingung, das - wie auch immer das Areal künftig genutzt wird - eine solarthermische Lösung zum vorwärmen des Beckenwassers im benachbarten Freizeit- und Erlebnisbad auf jeden Fall gefunden werden muss. Einer Grobschätzung zufolge sind dafür rund 156.000 Euro erforderlich. Gleichzeitig mahnte er an, dass in Bezug auf die künftige Nutzung auch die Anschaffung von Kunststoffplatten, auf denen das Schlittschuhlaufen auch möglich ist, erwogen werden sollte.

Die öffentliche Diskussionsrunde zur Nachnutzung der Flächen der Kunsteisbahn an der Martin-Luther-Straße findet am 27. März um 18.30 Uhr im Ratssaal statt.

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