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Projektwoche
Eine Schulwochen ohne Mathe, Deutsch und Englisch

Bärbel Kraemer / 15.04.2019, 14:36 Uhr
Niemegk Der Unterrichtsalltag pausierte in der vergangenen Woche an der "Robert Koch" Grundschule. Statt Mathematik, Deutsch, Englisch, Sachkunde und Sport erlebten die knapp 180 Mädchen und Jungen der ersten bis sechsten Klasse eine spannende Projektwoche. Jede Klassenstufe setzte sich dabei mit einer eigenen Thematik auseinander.

Die Erst- und Zweitklässler widmeten sich dem Thema Wasser, inklusive praktischer Versuche. Die Dritt- und Viertklässler arbeiteten sich in das Thema Gesunde Ernährung ein. Von der Planung eines Menüs, über den Einkauf bis hin zum gemeinsamen kochen. Ein Kniggekurs mit einer professionellen Kursleiterin stand für die Klassenstufe 5 auf dem Programm. Höhepunkt dabei: ein Menüabend, den die Kinder in angemessener Kleidung zelebrierten. Die Sechstklässler wiederum widmeten sich einem Projekt, dass deutlich sichtbar auch dann noch an sie erinnert, wenn das Schuljahr längst zu Ende ist und sie an den weiterführenden Schulen lernen werden. Die 31 Mädchen und Jungen der beiden sechsten Klassen erlebten einen Graffiti Workshop unter Anleitung des Brandenburger Graffitikünstlers Mirco Stielow.

"Dank einer Förderung durch die Mittelbrandenburgischen Sparkasse und einer Unterstützung der Agrargenossenschaft Rädigke", erklärt Klassenlehrerin Renate Bastian. Für den Brandenburger war das Graffitiprojekt nicht das erste Schulprojekt dieser Art. Über seine Arbeit an Schulen der Umgebung waren die Niemegker Pädagogen jedoch auf ihn aufmerksam geworden. "Die Planung des Projektes begann bereits im August mit Beginn des Schuljahres", so Klassenlehrerin Heidrun Specht.

Einige Zeit vor Beginn der Projektwoche begannen die Pädagoginnen das Graffitiprojekt in den Unterricht einzubinden. Insbesondere im Kunstunterricht wurde das Thema bearbeitet. Die in diesem Rahmen entstandenen Gestaltungsideen der Mädchen und Jungen wurden nachfolgend an Mirco Stiehler übermittelt, der sich Gedanken darüber machte, ob und wie die Ideen der Schüler verwirklicht werden können. Die Motivideen für die Neugestaltung der Veranstaltungsterrasse entwickelten die Schüler damit selbst.

Als die Sechstklässler in die Projektwoche starteten, war jedoch erst einmal Geduld gefragt. "Sie hatten gehofft, gleich loslegen zu können", sagt Bastian. Doch vor der Praxis, kam die Theorie. Und so wurden die Mädchen und Jungen durch Stielow erst einmal in das Thema Graffitikunst eingeführt. Am Tag darauf begannen, nach wichtigen Hinweisen zum Arbeitsschutz, die eigentlichen Arbeiten.

Nachdem die erste Herausforderung der flächigen Gestaltung gemeistert war, widmeten sich die Schüler unter fachlicher Anleitung den Details. Vom Schullogo bis zum Niemegker Wahrzeichen. "Auf einer Leinwand hatte ich das schon einmal ausprobiert. Auf der Wand zu sprayen, ist aber neu für mich", verrät Theresa Hechler. Larissa Kornut nickt bestätigend und ergänzt: "Es macht aber Spaß." "Es ist eine tolle Erfahrung für unsere Schüler", finden auch die beiden Klassenlehrerinnen, die das wachsen der Graffitis beobachten. Jeder Schüler hat dabei seine eigene Aufgabe und wird Teil eines großen Ganzen.

Am Freitag konnte die umgestaltete Veranstaltungsterrasse ihrer Bestimmung übergeben und ein präventives Kunstprojekt an der Niemegker Grundschule erfolgreich abgeschlossen werden.

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