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Anwohner fordern Radweg!

Andreas Koska / 18.04.2019, 08:54 Uhr
Planebruch Die Bürger von Planebruch geben nicht auf. "Wir brauchen den Radweg", so lautet die Forderung. Sie wurde in den vergangenen zehn Jahren mit zwei Unterschriftensammlungen untermauert, die dem jeweils zuständigen Mitglied der Landesregierung übergeben worden sind. Genutzt hat es genauso wenig, wie die in den vergangenen beiden Jahren veranstalteten Demonstrationen. Dabei waren mehr als 200 Menschen auf ihrem Rad zwischen Brück und Golzow auf der Landesstraße 85 unterwegs. Am letzten Samstag im April ist es wieder soweit. Dann gehen die Bürger aus den vier Planebruchdörfern, Oberjünne, Damelang, Freienthal sowie Cammer, unterstützt durch Brücker und Golzowerwieder auf Tour. Am kommenden Sonnabend, 27. April, treffen sich die Teilnehmenden um 12.00 Uhr am Bahnhof Brück. Die Abschlusskundgebung findet auf dem Brennerei-Gelände in Golzow um 14.00 Uhrstatt.

"Es geht uns darum, dass unsere Senioren angstfrei ihre Einkäufe in den benachbarten größeren Orten erledigen können, ohne sich durch vorbeifahrende Lastwagen bedroht zu fühlen", sagt der Damelanger Ortsvorsteher und Mitorganisator der Proteste Dirk Borgwardt. Sein Mitstreiter Andreas Koska aus Cammer denkt auch an die Jüngsten. "Unsere Kinder und Enkel besuchen die Schulen in Brück und Golzow, dabei könnten sie in den Sommermonaten mit dem Rad unterwegs sein, allerdings ist es nur dann gefahrlos möglich, wenn es einen Radweg gibt", erklärt Koska. Der zuständige Landesbetrieb Straßenwesen wehrt einen möglichen Bau ab, da angeblich zu wenig Verkehr gezählt worden sei. Für die Aktiven zählt das Argument nicht. "Zwischen Freienthal und Brück befindet sich links der Truppenübungsplatz und rechts das Naturschutzgebiet, hier ist der straßenbegleitende Radweg die einzige Möglichkeit Rad zu fahren", erläutern Borgwardt und Koska. Beide verweisen auch auf den touristischen Aspekt, der hier von Bedeutung ist. Wer die Belziger Landschaftswiesen umrunden will, kann es nicht, denn zwischen Golzow und Brück klafft eine Lücke im Radwegenetz. Bei Schließung dieser Lücke wäre auch die Entwicklung eines touristischen Radweges "Fläminger Mühlenweg" möglich. Immerhin gibt es hier gut 20 Wasser- und Windmühlen. In Cammer gar eine vollfunktionsfähige Bockwindmühle. "Wir laden die verantwortlich zum Mitradeln auf und fordern eine baldige Umsetzung unserer Forderungen", sagt Andreas Koska, der Vorsitzende des Tourismusvereins Zauche-Fläming ist.

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