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Pflanzung
Baumprinzessin bringt Baumhasel auf Privatgrund in die Erde

Die Baumprinzessin Lotta Riemer wurde von Karola und Ralf Piechulla eingeladen, einen Baum auf deren Grundstück zu pflanzen.
Die Baumprinzessin Lotta Riemer wurde von Karola und Ralf Piechulla eingeladen, einen Baum auf deren Grundstück zu pflanzen. © Foto: Andreas Trunschke
Andreas Trunschke / 16.05.2019, 10:58 Uhr - Aktualisiert 17.05.2019, 08:19
Borkwalde ( ) "Das war gar nicht so schwer", sagte die erste Borkwalder Baumprinzessin, Lotta Riemer, als sie das erste Mal in ihrer neuen Funktion geholfen hatte, einen Baum auf einem privaten Grundstück zu pflanzen: "Das nächste Mal geht es bestimmt ganz locker." Karola und Ralf Piechulla, die im letzten August in den Haderlandstieg gezogen sind, hatten sie eingeladen, auf ihrem Grundstück eine Baumhasel zu pflanzen.

Zunächst hielt Riemer einen kleinen Vortrag über die Baumart. Die Baumhasel wächst schnell, verträgt gut Frost, hat eine schlanke Baumkrone und kommt gut mit trockenen Böden zurecht. Ihre Früchte dienen Eichhörnchen und Eichelhähern als Nahrung. Die eigentliche Pflanzaktion dauerte nicht lange, da das Pflanzloch schon vorbereitet und alle nötigen Utensilien bereit gelegt waren. Gemeinsam erledigten Ralf  Piechulla und Lotta Riemer die Restarbeiten schnell, fast routiniert. Für Piechulla ist es ja auch nicht die erste Baumpflanzung in diesem Monat. Bereits am 9. Mai hatten er und seine Frau einen Baum für ihr erstes Enkelkind gepflanzt. "Wir mussten für unser Haus Bäume fällen, und jetzt wollen wir der Natur etwas zurückgeben", erzählte Karola Piechulla und ergänzte: "Nicht nur Nadel-, sondern auch Laubbäume." Die Baumhasel gefällt den Piechullas vor allem aus optischen Gründen: "Sie ist nicht zu ausladend und wird nicht zu groß; sie ist wunderschön." Mit der Einladung der Baumprinzessin wollten sie die Idee und Riemer unterstützen.

Wer ebenfalls einen Baum auf seinem privaten Grundstück pflanzen möchte, der kann die Baumprinzessin unter der E-Mail-Adresse lotta.baumprinzessin2019@tipidorf-borkwalde.de erreichen. Sie hilft dann nicht nur, einen Baum eigener Wahl günstiger zu bekommen, sondern unterstützt auch bei der Pflanzaktion.

Zurück geht die charmante Idee auf die Leute vom Borkwalder Tipidorf um Ulrike Petrus und Gerhard Schubert. Sie holten nicht nur die amtierende deutsche Baumkönigin, Caroline Hensel, ins Tipidorf, sondern gewannen auch die elfjährige Schülerin als Baumprinzessin. Mit ihrer Idee wollen sie ein positives Zeichen setzen und andere einladen mitzumachen.

Denn Bäume sind ein heißes Thema in der selbsternannten Waldgemeinde. Aktuell ärgern sich viele, dass mitten in der Brutzeit Schneisen für neue Straßen geschlagen werden. Aber auch privat werden auf immer mehr Grundstücken alle Waldbäume entsorgt. Die meisten Neu-Borkwalder starten gleich mit einem Kahlschlag in ihr neues Leben im Wald. Die Gemeindevertreter haben einige Jahre über eine Baumschutzsatzung diskutiert und sie dann abgelehnt. Nur wenige Gemeindevertreter wie Lothar Schröter (LINKE) und Matthias Stawinoga (SPD) haben sich wirklich mit Leidenschaft für den Schutz der Bäume eingesetzt.

Die Idee der hoheitlichen Baumpflanzungen scheint aufzugehen. Immerhin stehen inzwischen acht weitere Grundstücksbesitzer Schlange. Aber Schubert denkt schon wieder weiter: "Eigentlich wäre das eine Idee für alle drei Gemeinden im Wald, also gemeinsam mit Borkheide und Fichtenwalde."

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