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Chortreffen
"Lieder klingen über den Fläming"

Auf dem romantischen Innenhof des Wiesenburger Schlosses gaben sich acht Chöre ein Stelldichein.
Auf dem romantischen Innenhof des Wiesenburger Schlosses gaben sich acht Chöre ein Stelldichein. © Foto: B. Kraemer
Bärbel Kraemer / 09.06.2019, 08:00 Uhr
Wiesenburg Acht Chöre gaben sich bei herrlichstem Sonnenschein im Wiesenburger Schlosshof ein Stelldichein. Unter dem Motto "Lieder klingen über den Fläming" hatte der Tourismusverein Wiesenburg/Mark zum mittlerweile 29. Chortreffen in die "Perle des Flämings" eingeladen. Die musikalische Leitung der traditionsreichen Veranstaltung lag in den Händen von Friedrich Giese. Die der Moderation in den Händen von Frank Gericke. Die Eröffnungssignale schmetterte die Jagdhornbläsergruppe Wiesenburg/Reetz auf dem Schlossturm und ließ damit das Motto des Chortreffens weithin hörbar werden.

Darauf stimmten die teilnehmenden Gesangsgemeinschaften aus Wiesenburg, Brandenburg/Havel, Wusterwitz, Golzow, Bad Belzig, aber auch aus Loburg und Luko in Sachsen-Anhalt ein so genanntes "Quodlibet" an. "Das ist eiBärbel Kraemerne interessante Sache. Lassen sie sich überraschen", so Moderator Frank Gericke zu Beginn. Der Begriff, aus dem lateinischen stammend, steht für "Wie es beliebt". In diesem "Quodlibet", dass zwar mehrstimmig jedoch nicht mit einem Canon zu verwechseln ist, hatten die Chorsänger einzelne Text- und Melodiepassagen aus "Es tönen die Lieder", "C-A-F-F-E-E", "Drei Gäns im Haberstroh" und "Seppel kaut Klöße mit seinem Gebiss" zu einem Lied vereint.

So eingestimmt auf frohe Weisen nahm das Chortreffen seinen Lauf. Nacheinander brachten die acht Chöre jeweils drei Lieder aus ihrem Repertoire zu Gehör. Die Wiesenburger Chorgemeinschaft unter Leitung von Silke Martens präsentierte sich als erste und eröffnete seinen musikalischen Beitrag mit dem Lied "Kein schöner Land in dieser Zeit / als hier das unsre weit und breit ...".

Während des zweistündigen Programms wurde das Publikum immer wieder aufgefordert, in den gemeinschaftlichen Gesang einzustimmen. Eine Bitte, die nicht ungehört blieb.

Mit knapp 140 Besuchern kam jedoch weit weniger Publikum als erwartet. In dieser Folge blieb so manches Plätzchen auf dem romantischen Innenhof des Wiesenburger Schlosses leer.

Der einmaligen Atmosphäre tat dies jedoch keinen Abbruch. Denn auch für die Chöre, die das musikalische Programm immer wieder neu mit Leben füllen, ist das Gesangstreffen in der "Perle des Flämings" am jeweils ersten Sonntag im Juni ein fester Termin im Kalender. Bietet das musikalische Stelldichein doch die beste Gelegenheit, alte Bekannte wieder sehen und vor allem, zu hören.

Im kommenden Jahr steht die 30. Auflage des traditionsreichen Chortreffens in Wiesenburg bevor. Ilse Mansfeld, die damals an der Spitze des örtlichen Fremdenverkehrsvereins stand und als Mutter des Chortreffens gilt, dürfte sich bereits schon jetzt auf dieses Jubiläum freuen.

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