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Radtour
150 Hildebrandt-Radler trotzten dem Wind

Bärbel Kraemer / 11.06.2019, 13:39 Uhr
Fläming Knapp 150 Radler starteten am Sonnabend Vormittag auf dem Marktplatz in Bad Belzig zur elften Regine-Hildebrandt-Tour. Die rund 60 Kilometer lange Tour quer durch den Hohen Fläming dürfte den Teilnehmern als "die stürmische" in Erinnerung bleiben. Denn nach tagelanger Trockenheit und Hitze war er plötzlich da: Der Wind!

Insbesondere auf dem zweiten Streckenabschnitt zwischen Werbig und Neuehütten hatten die Pedalritter im Alter von sieben bis 88 Jahren gehen starke Böen zu kämpfen, die zusätzlich den Sand von den Äckern aufwirbelten und für Sichtbehinderungen sorgten.

"So etwas habe ich während der Regine-Hildebrandt-Tour noch nie erlebt", sagte Edeltraud Jugl aus Neuendorf bei Brück, die seit der Premiere in 2009 in jedem Jahr mit von der Partie war.

In den vergangenen zehn Jahren waren insgesamt bereits mehr als 2.000 Enthusiasten jeweils am Pfingstsonnabend mit dem Rad gemeinsam unterwegs, um den Fläming zu genießen und an die unvergessene Regine Hildebrandt zu erinnern.

Aber der Reihe nach. Ab 9.30 Uhr trudelten die ersten Radler auf dem Bad Belziger Marktplatz ein. Begrüßt wurden sie vom Tourinitiator Günter Baaske, der amtierenden Flämingkönigin Gabriele Hasenpusch aus Jüterbog und der Beelitzer Spargelkönigin Christin Reich.

Nach einer kurzen Eröffnung setzte sich der Tross punkt 10.00 Uhr in Bewegung. Auch mit dabei, Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang und Jörg Hildebrandt. Der Witwer begleitete die Tour bislang in fast jedem Jahr. Die erste Etappe bis nach Verlorenwasser meisterte der Korso noch in zügigem Tempo. Vor Ort zeichnete Bernd Schulz in gewohnter Manier für den Verpflegungsstützpunkt verantwortlich. Gut gestärkt ging es nach 30-minüter Pause weiter. Nicht ahnend, dass die kommenden Kilometer eine enorme Herausforderung werden würden. Zumindest für die Radler, die ohne Elektroantrieb unterwegs waren. Zur Mittagsstunde am Flämingstadion in Wiesenburg angekommen, zeichneten die örtlichen Anglerfreunde für die Verpflegung verantwortlich. Es dauerte einige Zeit, bis das Fahrerfeld welches infolge des Windes auseinander gezogen war, dort komplett angekommen war. Regina Grüneberg und Christiane Nitz aus Lütte, die ohne Elektroantrieb an ihren Rädern unterwegs waren, sagten: "Es wäre schön gewesen, wenn einmal öfter gehalten worden wäre. Zum sammeln."

Nach einer Verschnaufpause wurden unter anerkennendem Beifall Pokale vergeben. Für die längste Anfahrt zur Tour, für den jüngsten und für den ältesten Teilnehmer. Als jüngste im Fahrerfeld durfte die siebenjährige Lina Baaske den Pokal mit nach Hause nehmen. Sie meisterte die anspruchsvolle Strecke allein durch Muskelkraft. Als ältester im Feld war der 88-Jährige Dahnsdorfer Karl Böhm unterwegs; mit einem E-Bike. Die weiteste Anreise zur Regine-Hildebrandt-Tour 2019 hatten wiederum Madelaine und Walter Weber aus Winterthur in der Schweiz. "Bis nach Niemegk sind es etwa 750 Kilometer", so Madelaine Weber, die den Pokal in Empfang nahm. Die Eheleute waren bei den  Initiatoren der Fläming-Burgenradtour Hans-Joachim Urmann und Kerstin Panzner zu Gast. Sie hatten sich im vergangenen Jahr auf einer Kreuzfahrt kennen gelernt, teilen die Begeisterung fürs Radfahren und waren erstmals im Hohen Fläming zu Besuch.

Von Wiesenburg aus machte sich der Fahrradkorso dann über die so genannt "Appelallee" in Richtung Jeserig auf. Von dort aus ging es über Grubo zurück nach Bad Belzig. Die letzten Kilometer, endlich Hügel abwärts und mit dem Wind von hinten, entschädigten die Teilnehmer für die Strapazen auf dem Streckenabschnitt zwischen Werbig und Neuehütten. Im Jacob-Wächtler-Haus endete die Tour. Der Verein Altes Haus hatte bei Ankunft des Fahrerfeldes bereits eine Kaffeetafel mit vielen leckeren Versuchungen vorbereitet. Bis zum Ziel wurden die Teilnehmer von Helfern des Deutschen Roten Kreuzes und der Polizei begleitet.

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