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Pfingstmaie
Ein wunderschönes, gut durchdachtes Fest

Bärbel Kraemer / 12.06.2019, 09:57 Uhr - Aktualisiert 13.06.2019, 08:47
Schwanebeck ( ) "So einen bunten Baum hatten wir noch nie", hört man es auf dem Schwanebecker Dorfanger immer wieder sagen. Das frische Grün der Pfingstmaie mit den vielen bunten Bändern die in den Zweigen tanzen, scheinen den Menschen am Boden förmlich zuzuwinken.

Nachdem die Jüngsten aus dem Dorf bereits am Vormittag aufgerufen waren, den Baum zu schmücken, war am Nachmittag erst einmal Muskelkraft gefragt. Obgleich die Schwanebecker Pfingstmaie bei weitem nicht die Größte ist, ist mit der Aufstellung des Baumes viel Symbolik verbunden. Über zehn Jahre wurde der Brauch, an Pfingsten eine Pfingstmaie aufzustellen, nicht gepflegt. 2008 letztmals praktiziert, soll er endlich wiederbelebt werden.

Das Interesse der Dorfgemeinschaft ist entsprechend groß. Viele nehmen die Einladung an, versammeln sich auf dem Dorfanger. Anfangs um die 16 Männer und eine Frau bei der schweißtreibenden Arbeit tüchtig anzuspornen, später, um gemeinsam zu feiern. Es braucht eine gute Stunde, bis der etwa zehn Meter hohe Baum aufgestellt ist. "Nächstes Jahr wird es ein größerer Baum", verspricht Raimund Rudolph, der die Aktion leitete.

Mit Blick auf den Baum nimmt danach das Treiben auf dem Festgelände seinen Lauf. Die Kaffeetafel, gedeckt durch leckere Kuchenspenden von Frauen aus dem Dorf, ist reich gedeckt. Es mangelt nicht an Komplimenten für deren Backkünste. Dann rücken Spiel und Spaß in den Vordergrund. Während Kids sich auf der Hüpfburg austoben, messen Erwachsene im Bierglasschieben ihre Geschicklichkeit. Wieder andere wagen es, und versuchen sich im Bullen reiten. Nicht nur, dass "der Ritt" auf dem mechanischen Bullen mit  den leuchtend roten Augen viel Geschick und Durchhaltevermögen erfordert, wird jeder der ihn besteigt, von zig Augenpaaren dabei beobachtet. Das schwarz weiß gefleckte Tier, dass scheinbar lammfromm auf einer luftgepolsterten Weide steht, bewegt sich jeweils erst langsam, dann immer schneller. Es gilt, sich so lange wie möglich im Sattel zu halten - was jedoch nur Wenigen gelingt. Umso größer ist der Spaß.

Die, die es ruhiger mögen, haben ihre Freude an einer Diashow. Fotos von der 675-Jahrfeier in 2008 und vom Gesundbrunnen Jubiläum in 2017 werden gezeigt.

Während in Erinnerungen geschwelgt wird, gespielt und gelacht wird, wird natürlich auch immer wieder auf den Auslöser der Kamera gedrückt. Um Material für kommende Filmabende zu sammeln. Gegen Abend gibt es für die Kinder eine weitere Überraschung. Sie dürften mit bunten Ballons Grüße in die Welt entsenden.

Am Tag darauf spiegeln sich in den sozialen Netzwerken die Eindrücke der Gäste wieder. "Ihr habt ein wunderschönes Fest aufgestellt, gut durchdacht", urteilt Pia. Thomas wiederum kommentiert: "...ich freue mich schon auf die nächste Veranstaltung". Ingelore hingegen schreibt: "Ich war gestern das erste Mal bei Eurem Fest dabei und habe mich sehr wohl gefühlt. Ein riesiges Dankeschön an alle Organisatoren und auch an all die vielen Helferlein, die diesen Pfingstsamstag zu etwas Besonderem gemacht haben."

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