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Radweg
"Jede Unterschrift zählt!"

Es gab bereits zahlreiche Aktionen der Einwohner der Planebruchdörfer Cammer, Damelang/Freienthal und Oberjünne, um öffentlichkeitswirksam auf den fehlenden Radweg aufmerksam zu machen.
Es gab bereits zahlreiche Aktionen der Einwohner der Planebruchdörfer Cammer, Damelang/Freienthal und Oberjünne, um öffentlichkeitswirksam auf den fehlenden Radweg aufmerksam zu machen. © Foto: krä/arch
Bärbel Kraemer / 11.07.2019, 11:11 Uhr
Planebruch Mit einer Online-Petition verleihen die Einwohner der Orte an der Landesstraße L85 ihrer Forderung nach einem Radweg jetzt Nachdruck. "Jede Unterschrift zählt", sagt Grit Borgwardt aus Damelang. Derzeit wird keine Gelegenheit von den Bürgern ausgelassen, um auf die Problematik und den mittlerweile über Jahre gehenden Kampf für einen Radweg hinzuweisen.

Allein am Sonntagabend wurden in Brück innerhalb von nur einer Stunde 310 Unterschriften gesammelt. Beleg dafür, dass Radfahrer auf der L85 zwischen Brück und Golzow mehr Sicherheit brauchen und die Forderung der Bürger mehr als berechtigt ist.

Die Online-Petition wurde durch den Bürgermeister der Gemeinde Planebruch, Ulf Dingelstaedt, am 24. Juni gestartet und ist an den Petitionsausschuss des Brandenburger Landtages gerichtet. Dafür braucht es 5.000 Unterschriften.

Wer die Forderung unterstützen will, kann dies online unter Angabe des Namens und einer E-Mail-Adresse tun oder auf ausliegenden Unterschriftenlisten im Amt Brück und umliegenden Orten. Online taten dies bis zum Montag bereits rund 1.200 Menschen. Ungezählt sind bislang die Unterstützer, die auf den ausliegenden Listen unterzeichneten.

Seit 2008 und damit über mittlerweile elf Jahre, hoffen die Einwohner der Planebruchdörfer Cammer, Damelang/Freienthal und Oberjünne, dass ihr Bitten für einen Radweg von der Landesregierung erhört wird. Schließlich geht es nicht um eine utopische Baumaßnahme, sondern lediglich um einen 15 Kilometer langen Streckenabschnitt entlang der Landesstraße zwischen Golzow und Brück. Während dieser Zeit wurden bereits zweimal rund 1.500 Unterschriften für den Radweg gesammelt und dem Landtag übergeben. Ferner wurden drei Protestfahrten auf der Strecke gestartet. Letztmals im April 2019, als mehr als 150 Velofahrende auf der Landesstraße L85 radelten, um der Forderung - die auch visuell sichtbar gemacht wurde - Nachdruck zu verleihen. An Zäunen und Grundstücksmauern sind Plakate und Banner befestigt, die mit der Forderung "Radweg jetzt" oder "Wir brauchen den Radweg" auf die Notwendigkeit hinweisen. Die ablehnende Begründung der Landesregierung, dass die Straße eine im Landesvergleich geringe Verkehrsbelastung aufweise und ein separater Radweg somit nicht gerechtfertigt sei, sorgt in den Dörfern weiterhin für Unverständnis.

Denn wer mit dem Rad zum Einkauf, zum Arzt, zur Apotheke oder in die Schule radeln muss, lebt gefährlich. Eine andere Möglichkeit, als auf der Landesstraße zu fahren, gibt es nicht. Die

Piste wird auf der einen Seite durch den Truppenübungsplatz Brück/Lehnin und auf der anderen Seite durch das Schutzgebiet Belziger Landschaftswiesen begrenzt. "Mit dem Bau des Radweges würde sich zugleich die touristische Infrastruktur verbessern", ergänzt der Vorsitzende des Tourismusvereins Zauche-Fläming, Andreas Koska. Er erklärt, dass mit dem 15 Kilometer langen Lückenschluss zum Europaradweg R1 und zum straßenbegleitenden Radweg an der Bundesstraße 102 zugleich ein Rundkurs um die Belziger Landschaftswiesen entstehen würde. Dingelstaedt ergänzt: "Der Kreistag Potsdam-Mittelmark hat im Dezember 2018 in der Fortschreibung seiner touristischen Radwegekonzeption mit der Aufnahme des straßenbegleitenden Radweges an der L85 die Notwendigkeit untermauert."

Die Online-Petition ist unter www.openpetition.de/Radweg-jetzt zu finden.

Schlagwörter

Radweg Andreas Koska Landesstraße Ulf Dingelstaedt L85

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