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Protestmarsch durch Bad Belzig

Juliane Keiner / 08.08.2019, 12:57 Uhr
Bad Belzig (MOZ) Unüberseh- und vor allem unüberhörbar zogen rund 70 Erzieherinnen der Kita "Tausendfüßler, Eltern, Großeltern und Kinder von der Kita zum Rathaus. Der Elternbeirat hatte dazu aufgerufen. Immer mehr Aufgaben, zu wenig Zeit, zu wenig Personal sind zur Belastungsprobe - für zu betreuende Kinder und Erzieher - geworden.

Laut Elternbeirat ist die Mindestpersonalstärke in der städtischen Kita nicht erreicht. Krankheitsbedingte Ausfälle, Weiterbildungen und Urlaube werden nicht berücksichtigt. Es besteht kein personeller Puffer.

Die Organisatorinnen des Protestes weisen lautstark auf die lückenhafte Personaldecke hin, verlangen mindestens zwei neue Stellen. Gewünscht wird Unterstützung durch Freiwillige, die sich durch ein soziales Jahr in der Kita engagieren könnten. Initiativbewerbungen und zügige Personalausschreibungen, eine zusätzliche Stelle in der Stadt, eine Koordinierungsstelle Soziales soll geschaffen werden sowie eine Strategie gegen den Fachkräftemangel und zur Gewinnung junger Mitarbeiter erarbeitet werden. Mit einem ganzen Katalog an Forderungen in den Händen machte der Protestmarsch vor dem Rathaus stopp. Dieser wurde an Bürgermeister Roland Leisegang übergeben.

Bürgermeister und anwesende Politiker reagierten mit Verständnis, werden sich dem Thema verstärkt annehmen. "Die Qualität der Betreuung muss zu jeder Zeit gegeben sein", so die linke Direktkandidatin Claudia Sprengel, die die Demonstration unterstützte. "Wir sehen aber nicht nur die Kommune in der Pflicht. Wir wissen, wie schwierig es für sie ist, qualifiziertes Personal zu gewinnen, um die Betreuungszeiten durchgängig zu sichern. Daher fordern wir ein Kita-Investitionsprogramm. Um dem zunehmenden Bedarf an Kitaplätzen zu entsprechen, muss die Ausbildung von Erziehern kostenfrei und vergütet werden. Außerdem muss die staatliche Ausbildung an den Oberstufenzentren gestärkt und flächendeckend umgesetzt werden", so Sprengel.

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