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Erinnerung
So weit weg - und doch so nah

DIE LINKE lädt alljährlich zum Gedenken an den Stadionteich an.
DIE LINKE lädt alljährlich zum Gedenken an den Stadionteich an. © Foto: B. Kraemer
Bärbel Kraemer / 08.08.2019, 13:02 Uhr
Bad Belzig "Die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki werden in Japan Hibakusha genannt", erklärt Gisela Nagel, die Vorsitzende des Bad Belziger Ortsverbandes der Linken. Um sie herum hat sich gut ein Dutzend Menschen zum Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte im August 1945 versammelt.

Zur Teilnahme an der Zeremonie hatte DIE LINKE Bad Belzig aufgerufen, die seit einigen Jahren jeweils am Vorabend des 6. August mit einer Gedenkveranstaltung am Stadionteich an das Geschehen erinnert. Auf Ansprachen und Reden wird verzichtet. Stattdessen wechseln Musik und Rezitationen einander ab. Gisela Nagel nennt Zahlen und grausame Fakten, die verdeutlichen, wie zerbrechlich der Frieden ist - an einem schönen, lauen Sommerabend. In Hiroshima starben 140.000 Menschen, in Nagasaki 70.000 - durch zwei Bomben, die Leben zerdampfen ließen und atomare Schatten hinterließen.

Gemeinsam mit Angela Heyer und Helmut Peltret zitiert Gisela Nagel dann aus einen Bericht des "Spiegel". Dort erschien 2015 ein Interview mit Fumiko "Bun" Hashizume, einer Überlebenden des Atombombenabwurfs. Sie war 14 Jahre alt als die Bombe fiel und befand sich damals etwa zweieinhalb Kilometer vom Zentrum der Explosion entfernt. Es ist ein "Erfahrungsbericht" über unvorstellbares Leid, der von furchtbaren Erinnerungen begleitet ist. Von Radioaktivität und den Spätfolgen wusste damals niemand etwas. An den Folgen leidet Fumiko "Bun" Hashizume noch immer.

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