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Fußball
Union sorgt für Pokal-Überraschung

Konnte als Sturmspitze neben Jerome Ehweiner nicht viel Wirkung erzielen: Klosterfeldes Neuzugang Mamaodou Camara (links), hier in einem Testspiel gegen Fortuna Babelsberg.
Konnte als Sturmspitze neben Jerome Ehweiner nicht viel Wirkung erzielen: Klosterfeldes Neuzugang Mamaodou Camara (links), hier in einem Testspiel gegen Fortuna Babelsberg. © Foto: Britta Gallrein
Britta Gallrein / 12.08.2019, 06:00 Uhr
Klosterfelde (MOZ) Willst du im Pokal eine Runde weiter kommen?", hatte Eckart Märzke, Trainer vom FC Stahl Brandenburg, seinen Kollegen Gerd Pröger vor dessen Spiel gegen Empor Schenkenberg gefragt. "Natürlich wollen wir das", entgegnete der Union-Coach. "Wirst du aber nicht", prognostizierte Märzke. Und er sollte Recht behalten.

Union sorgte im Freitagabendspiel beim SV Empor Schenkenberg für die erste faustdicke Pokal-Überraschung, denn nach 90 Minuten musste sich der ganze drei Klassen höher spielende Favorit den Männern aus dem Havelland mit 1:2 geschlagen geben.

Die Schenkenberger, die sich durch den Gewinn des Kreispokals für den Landeswettbewerb qualifiziert hatten, haben sich gut verstärkt. Neben Spielmacher René Görisch, der Oberliga-Erfahrung (Brandenburger SC Süd) mitbringt, haben auch andere Neuzugänge höherklassig gespielt. Dazu erwartete die Klosterfelder eine beeindruckende Kulisse von rund 300 Zuschauern, die ihren Underdog von Anfang an anfeuerten.

Torschütze Bianchini fehlt

Zunächst kamen die Klosterfelder, die ohne Lukas Bianchini (Urlaub) angereist waren, gut in die Partie. Neuzugang Marwin Lewin, der insgesamt ein gutes Spiel ablieferte, sorgte mit einem satten Schuss aus 16 Metern für ein erstes Achtungszeichen. Der Schenkenberger Keeper konnte das Spielgerät gerade noch über die Latte lenken. Dann kamen die Gastgeber über Zweikämpfe und lange Bälle aber immer besser ins Spiel. Einmal rettete Dennis Tietz den Favoriten vor dem Rückstand, nach einem Standard verhinderte die Latte Schlimmeres. Auch Union erarbeitete sich über die Außenflügel immer wieder Möglichkeiten, aber es fehlte der letzte Pass in die Tiefe – mit 0:0 ging es in die Pause.

Freude verfliegt schnell

Nach Wiederanpfiff sah es zunächst so aus, als würde das Spiel jetzt doch die erwartete Wendung nehmen. Unions Marwin Lewin gelang endlich der effektive Pass in den Schenkenberger Strafraum, wo Jerome Ehweiner nur noch einschieben musste zur 1:0-Fühung für die Gäste (59.).

Doch ein Freistoß machte die Freude schnell wieder zunichte. Nach einem Foul von Felix Klaka bekamen die Schenkenberger diesen in Höhe der Mittellinie zugesprochen. Die Gastgeber schlugen einen langen Ball vor das Tor, wo Stürmer Rico Schilling wartete, der zum Ausgleich traf. Eine souveräne Abwehr sieht anders aus.

Und während die Unioner ihre Chancen nicht nutzten, waren die Gastgeber erneut erfolgreich. Bei einem langen Ball ins Zentrum verschätzten sich die Unioner Abwehrspieler und es war erneut Rico Schilling, der alleine aufs Tor zulief und Dennis Tietz beim 2:1 keine Chance ließ (72.).

Fanblock ist außer sich

Der Schenkenberger Fanblock war jetzt außer sich und peitschte die Mannschaft in den letzten Minuten nach vorne, die die Führung über die Zeit brachte. Danach kannte der Jubel auf dem Sportplatz in Groß Kreutz keine Grenzen. Nach dem Abpfiff stürmten die Besucher auf den Rasen und feierten ihre Helden, die dem großen Favoriten ein Bein gestellt hatten. "Das war eine Stimmung, als hätten die die Champions League gewonnen", staunte Gerd Pröger. "Eigentlich toll, wenn es nicht gegen uns gegangen wäre."

Statistik

Klosterfelde: Dennis Tietz – Alexander Rathmann, Eric Rutzen, Florian Kallweit – Dennis Aerts (87. Steven Nowark), William Dittrich, Marwin Lewin, Felix Klaka, Tobias Marz – Jerome Ehweiner, Mamoudou Camara (71. Morten Jechow)Schiedsrichter: Stefan Lüth – Zuschauer: 268

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